Verwandeln Sie Ihre digitale Veranstaltung in einen Livestream-Event

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Einführung

Schön, dass Sie wieder mit dabei sind. Bei einer weiteren Episode von Digital 4 Productivity und der Zusammenfassung des siebten Kapitels meines Buches „Digitale Tools effektiv einsetzen“. Worum geht es im 7. Kapitel? Es geht darum, dass Sie Ihre digitale Veranstaltung in ein Live Stream Event umwandeln.

Online ist doof!?

Und in bewährter Form fange ich einmal mit der Einstiegsgeschichte an. Online ist doof. Kennen Sie das? Sie sehen eine Einladung für eine Online-Messe mit Konferenz auf LinkedIn mit dem Titel Universe im Metaverse und denken sich, cool, da mache ich mit. Am Tag der Eröffnungskonferenz gehen Sie wie immer fünf Minuten vor Start der Konferenz online. Aber was ist das denn? Jetzt müssen Sie sich erst einmal ein Avatar erstellen. Hey, ich will mir keine Klamotten für meinen Avatar raus und ich will den ersten Vortrag sehen, der schon seit mittlerweile zehn Minuten läuft. Natürlich stand da irgendwo, dass es ein Vorbereitungstermin zwei Tage vor der Veranstaltung gab, bei dem alles erklärt wurde. Aber Sie müssen doch auch bei einer Vor-Ort-Veranstaltung nicht zwei Tage vorher ein Training machen, wie Sie an der Veranstaltung teilnehmen, oder? Nee, nicht mit Ihnen. Sie sind raus. Online ist doof. Ein Beispiel, was ich in dieser Form doch häufiger mal erlebe, dass coole Formate gebaut werden, die aber einfach nur die Teilnehmenden überfordern, so dass ich wieder extra noch mal mir Klamotten zusammenbauen muss und solche Dinge. Natürlich wird dieses Thema durch Microsoft Mesh beispielsweise getrieben, wo ich auch mit Virtual Reality Glases mittlerweile auch an Meetings teilnehmen kann. Aber viele haben noch nicht mal ein extra Headset für eine Videokonferenz. Und wenn ich jetzt sage, das wäre eine gute Idee wegen des Thema Audio-Echos und Sie gucken mich etwas fragend durch ihren Podcastplayer an, dann vielleicht noch mal die Episode vom letzten Mal hören.

Was ich auch erlebe, das dann so diese Gerümpel-Totale immer gezeigt wird. Also dass hier dort ein großes Bild, was sich nicht verändert gezeigt wird, keine Details. Dann macht natürlich online auch keinen Spaß.

Online ist NICHT doof!!

Also ich höre immer wieder Online ist doof. Ich halte dagegen. Nicht online ist doof, sondern 95 % aller Onlineformate, die ich sehe, sind einfach doof gemacht. Wenn ich dort also dann einfach nur eine Kamera ohne Details in unserer sogenannten Gerümpel-Totale, dann einfach nur zeige und ohne Abwechslung keine Details, dann macht das natürlich gar keinen Spaß.

Ja, das andere Extrem ist das zu Beginn Geschilderte, dass dann einfach die Spielkinder auch ein Stück weit übertreiben und der Mann manchmal denkt, man müsste sich hier für ein neues Computerspiel anmelden. Und nicht jeder ist das gewohnt in dieser Gaming-Szene zu sein. Selbst ich, der sehr EDV-affin ist. Ich bin kein Gamer und also das sind Dinge, da muss ich mich auch erst reinarbeiten.

Die Hauptprobleme von Onlineveranstaltungen

Ja, was sind so die drei Hauptprobleme von Onlineveranstaltungen? Aus meiner Sicht also zum einen, für viele Veranstalter ist das Onlineformat immer noch eine Notlösung, die so in Pandemie-Zeiten halt gewählt werden musste, aber nicht mehr wirklich nötig ist. Und so lieblos gemacht sind die Veranstaltungen dann auch. Ja, das heißt, es wird dann eben auch kein großer Aufwand betrieben, vor allen Dingen bei der Zustellung von Externen, die man dort dazu schaltet. Das führt dann manchmal wirklich zu haarsträubenden Ergebnissen. Und ich bin selbst erstaunt, wie in professionellen Sendungen wie bei den Tagesthemen, wie schlecht die Qualität der Zuschaltungen dort teilweise ist, dass ich dann zugeschaltete mit Ringlichtern habe beispielsweise, die sich dann in den Pupillen künstlich widerspiegeln oder ich Nasenhaar-Perspektiven habe, weil die Kamera nicht auf Augenhöhe ist und weitere Dinge, um nur einiges zu nennen.

Ja, oder was ich dann eben auch sehe. Das heißt, es wird dann wirklich in Online-Hightech investiert. Es wird also geklotzt und nicht gekleckert. Aber die Nutzer bleiben auf der Strecke und das ist einfach nicht der Fokus, das ich sage, wie ist denn das Seherlebnis für die Teilnehmenden? Denn alles, was nicht in der Kamera ist, was nicht zu sehen ist, freut zwar die Crew vor Ort, ist aber völlig irrelevant für das Seherlebnis. Und da wird teilweise ein Aufwand betrieben, wo Formate mit einem Green Screen oder einfach vor einem echten Bücherregal deutlich nutzwertiger sind, mal unabhängig von dem wie immer geltenden Spruch Relevanz vor Firlefanz. Ja, das heißt, hier ist es einfach wirklich bei vielen, die sagen ja, Moment mal, ja, wenn wir es online machen, dann machen doch einfach GoToMeeting oder Zoom, schalten wir die dazu. Das ist, eine Videokonferenz ist was anderes als ein Online-Format. Also ich vergleiche es immer so ein bisschen mit eben dort einem kleinen pixeligen, selbstgedrehten YouTube-Video auf dem Handy zu gucken oder die Tagesthemen. Natürlich kriegen sie auch einen Live-Reporter, so als Neckermann, externer Reporter oder Schülerreporter über ein selbst gedrehtes verwackelte Handyvideo hin. Aber Sie werden mir zustimmen, dass die Qualität der Tagesthemen dann doch etwas höher ist. Das heißt, hier ist einfach, bei Online-Format sollte man einfach mit hochperformanten Systemen arbeiten. Und die viele Videokonferenzen sind eben, oder Systeme wie GoToMeeting beispielsweise sind nicht auf besonders hohe Bild- und Tonqualität optimiert, sondern auf möglichst flüssige Übertragung von Bild und Ton. Und dafür wird dann auch die Qualität geopfert. Das heißt, wenn Sie alleine schon die Bildauflösung sich anschauen, dann ist FullHD das Format, was Sie heute sehen wollen. Und das bieten die gängigen Video-Übertragungssysteme im Regelfall nicht an! Wir haben für Zuschaltungen von externen bei Zoom mittlerweile ein FullHD-Broadcast-Account. Den können Sie ab zehn Accounts bei Zoom bestellen. Nur die wenigsten haben das und dann sind sie bei 720p, das ist die Hälfte der Auflösung und da sind sie eben nicht so scharf unterwegs vom Bild her. Also deswegen ist es wirklich so, dass Sie hier zum einen von den Systemen her, zum Zweiten einfach dieses Thema auch Regie, da muss ich Abbitte leisten. Ich habe zu Beginn der Pandemie nicht verstanden, weshalb man einen Ablaufregisseur braucht für Online-Events und vor allen Dingen mit dem lieben Ulrich Thon haben wir für größere Events, die wir für Toyota beispielsweise oder für Aldi / Hofer in Österreich und Aldi Suisse gebaut haben, haben wir gelernt, dass es doch wichtig ist, eine professionelle Ablaufregie zu haben, so wie Sie das auch im Fernsehen haben. Also die Referenz ist nicht die Videokonferenz, sondern die Referenz sind eben Unterhaltungsshows für mich. Sie mögen zu ihm stehen, wie Sie mögen, aber für mich ist immer noch die Referenz aus meiner Kindheit heraus. Thomas Gottschalk, der wie kein Zweiter zu seinen besten Zeiten auf der einen Seite mit den Fernsehzuschauern kommuniziert hat, auf der anderen Seite auch mit dem Studiopublikum. Ich kenne es von beiden Seiten. Ich habe Wetten das häufiger als Kind gesehen, auch im Fernsehen. Und ich habe Thomas Gottschalk zweimal live im Studio erlebt. Und wie locker fluffig der mit seinem Publikum umgeht, das ist einfach toll. Da fühlt man sich ja auch als Saalpublikum nicht ausgeschlossen, sondern angesprochen. Und das ist wirklich die große Schule.

Das sind die klassischen Fehler bei Aufzeichnungen

Ja, dann eben. Was wirklich schlimm ist, ist dieses Thema Zuschaltungen. Da erlebe ich wirklich haarsträubende Dinge, die einfach die das Seherlebnis signifikant einschränken. Ich gebe Ihnen einfach mal so die Klassiker. Also der Klassiker ist beispielsweise die Nasenhaarperspektive, das heißt, das Laptop steht auf dem Schreibtisch und dann ist es natürlich immer sehr viel tiefer als die Augen. Und dann guckt man so schön in die Nasenhaare rein. Außerdem erinnert es viele an die Perspektive, die man so gegenüber der Lehrerin oder dem Lehrer in der Schule hatte. Und da die meisten Menschen leider eine eher negative Erfahrung an ihre Schulzeit haben, ist das nicht positiv besetzt.

Fernsehgewohnheiten spiele eine wichtige Rolle

Ja, dann ist es so, dass häufig einfach der Bildausschnitt so unglücklich ist, dass die Teilnehmenden entweder im besten Fall noch mittig im Bild sind. Das ist so der natürliche Impuls oder an der unteren Seite des Bildschirms kleben. Schauen Sie sich mal Fernsehnachrichten an da ist es immer so, dass die Kamera so eingestellt ist, dass der Moderator, die Moderatorin, dass die immer so eine eher am Rand und eher am oberen Bildschirmrand kleben, bis hin zum Thema, das Sie oben sogar leicht angeschnitten sind. Das entspricht eher unseren Fernsehgewohnheiten.

Tonstärke kann irritierend sein

Ja, dann erlebe ich oft, dass der Ton der Zugeschalteten entweder zu leise oder zu laut ist. Und wenn Sie unterschiedliche haben, auch unterschiedlich laut und leise. Sie müssen eben dauernd hin und her schalten und den Lautstärkeregler dort immer nachlegen. Dann erlebe ich oft, dass Ton und Bild der Zugeschalteten nicht synchron sind. Wenn das ein paar Millisekunden sind, stört es nicht. Wenn das vieles ist, ist das total irritierend.

Möglichst keine Hintergrundgeräusche

Ja dann hört man oft deutlich Hintergrundgeräusche, also Kirchenglocken, spielende Kinder und sonstiges. Also wirklich schwierig. Ergänzend auch mit dem Thema das zugeschaltete oft auch die Mikros auf haben, wenn sie nicht auf sein sollten. Das heißt dort einfach auch keine Funkdisziplin ist und sie im Programm zu hören sind, wenn sie das nicht sein sollten.

Oder andersrum, der Klassiker, dass die Leute vergessen, sich zu entmutigen. Also professionelle Veranstalter machen das so, dass sie sagen, wir muten und entmuten die Zugeschalteten so, dass hier der Erfolg vom Zufall befreit wird. Wie die liebe Karin Burger das immer so schön sagt.

Ja weiterer Klassiker. Die Zugeschalteten nutzen keine Kopfhörer und ist ein deutliches Audioecho zu hören. Oder auch Airports, die sich ganz gerne mal umkoppeln und dann auf einmal, wenn ein Anruf auf dem iPhone kommt, dann nicht mehr verbunden sind mit dem Rechner, sondern auf einmal mit dem Handy.

Auf die Hintergrundfarbe achten

Ja, dann auch das Thema zu sagen, ein unaufgeräumter Hintergrund oder ein Fenster mit Gegenlicht sind so die Klassiker, die einfach sehr, sehr schlecht ausschauen, genauso wie gemusterte Oberteile. Ist mir selbst schon passiert, dass ich ein Jackett anhatte, was dann in der Kamera anfing zu flimmern. Oder Thema ostfriesische Nationalflagge, eben weißer Adler auf weißem Hintergrund. Das heißt, wenn Sie helle Klamotten vor einem hellen Hintergrund oder dunkle Klamotten vor dunklem Hintergrund tragen, dann ist der Kontrast einfach so schlecht, dass Sie es, außer wenn Sie es beabsichtigt machen, es meistens kein gutes Bild gibt.

Schlechtsitzende Krawatte oder Hemdkragen

Ja, dann eben auch so dieses Thema schlecht sitzende Krawatte und Hemdkragen. Ich kann da wirklich gar nicht mehr dem Inhalt folgen, sondern schaue immer nur auf diese auf halb acht sitzende Krawatte beispielsweise. Das ist so ein bisschen, wenn man dort auch auf Podiumsdiskussionen ist und man sieht die Beine und man hat dann Herren, die dann so kurze Socken anhaben, weil sie dann so bleiche Hähnchenschenkel aus den schlecht geputzten Schuhen rausragen. Das sind eben auch solche Dinge, die möchte man nicht sehen und lenken einfach ab.

Unterschiedliche Größen

Ja, dann sieht man eben auch, dass unterschiedliche eben Größen da sind. Eines ganz groß im Bild, der andere ganz klein. Idealerweise sollte es ja recht homogen sein und eben auch manchmal ist weniger Technik mehr. Das heißt, was ich auch erlebe, ist das dann Green Screen von Zoom beispielsweise genutzt wird und das schaut dann manchmal eher aus wie ein Stahlhelm als wie ein Kopfhörer, der dann auf ist. Also auch nicht unbedingt wunderbar.

Galerie statt einem Teleprompter nutzen

Ja, dann der Klassiker. Ich arbeite deshalb mittlerweile mit einem Teleprompter. Viele schauen dann auf die Galerie und die ist dann etwas tiefer als die Kamera.

Bei mir ist es so Ich habe einen Teleprompter, auf dem die Galerie an sich liegt. Das heißt, ich kann die anderen Teilnehmenden anschauen und gucke in die hinter dem Teleprompter montierte Kamera. Ja dann noch mal dieses Thema, dass eben WLAN genutzt wird statt stabiler Netzwerkverbindung, dass es ruckelt. Also alles so Klassiker, die sie haben, bis hin zu zu leistungsschwachen Rechner, die dann einfach dabei sind.

Zusammenfassung der klassischen Fehler

Ja, das sind so die klassischen handwerklichen Fehler, die oft gemacht werden, die man den Zugeschalteten im Regelfall nicht zum Vorwurf machen kann, sondern es ist einfach eine Frage des Organisators und der mangelnden Erfahrung und des mangelnden klaren Briefings. Also ich bin mittlerweile sogar so brutal, dass ich sage, wenn wir wissen, dass bei einem Panel die Beine zu sehen sind, werden Kniestrümpfe getragen, wo mich viele angucken und sagen, ich habe noch nie in meinem Leben Kniestrümpfe getragen. Und wie ich sage, kann man zu einem Anzug was anderes tragen? Also vielleicht gibt es da unterschiedliche Sozialisationen und als Veranstalter achte ich darauf, dass es eben dann wirklich ein professionelles Bild ist, so dass die Teilnehmenden sich wirklich konzentrieren können auf die Nachrichten und nicht auf die störenden anderen Effekte.

Onboarding

Ja dann auch so ein klassisches Thema Onboarding die Zuschaltungen. Ich höre dann immer, ach, brauche ich doch nicht testen. Ich habe doch Zoom schon oft genutzt. Ja, das sind dann meistens die, die dann drei Minuten vorher reinkommen, wo die Verbindung ruckelt, wo es ein Audioecho gibt, das falsche Mikro verbunden ist. Testen macht Sinn.

Und wenn Sie eine wichtige Veranstaltung haben. Natürlich kriegen Sie nicht jeden Bundesminister und SPD-Vorsitzenden, die wir auch schon im Zoom hatten, in der Zuschaltung immer vorher getestet. Die sind zum Glück mittlerweile so erfahren, dass das wunderbar funktioniert. Also ich hatte sogar mal, als Norbert Walter Borjans eben kurzfristig verhindert war, hatte ich dann den Kevin Kühnert mit dabei und der war da sehr, sehr professionell im Umgang miteinander. Also deswegen habe ich da auch sehr positive Erfahrungen gemacht. Aber nicht jeder ist Politiker, der gewohnt ist, regelmäßig dazugeschaltet zu werden. Ja dann. Natürlich muss die Bilder das Ganze entsprechend auch noch mal dann so zusammenbauen, dass es dann auch wirklich passt.

Ja, was ist das nächste Problem? Marketing und Hightech kommen vor User Experience. Also ich höre immer wieder zu sagen, was, ihr macht kein Hologramm, ihr macht kein 3D, ihr macht kein Virtual Reality.

Ja, ich habe auch eine Metaquest zwei und eine Metaquest drei. Also ich habe zwei Virtual Reality Brillen, mit denen ich solche Dinge sogar in der Interaktion testen kann. Und trotzdem erlebe ich, das viele Livestreams beispielsweise bis hin zu Smartphones eben geguckt werden. Deswegen achten wir beispielsweise darauf, dass Charts so gestaltet werden, dass man sie auch auf Smartphones im Hochkantformat lesen kann. Also keine Chance dem betreuten Lesen, vor allen Dingen eben in online Formaten. Ja, dann eben erlebe ich dann auch wieder, dass ich dann auch wieder so wie in einer Präsenzkonferenz eben zu sagen eben viele Luftpumpen statt Relevanz. Also ich bin da ein großer Freund, dass man einfach wieder das Ganze professionell macht. Also deswegen zu sagen, wenn es immer heißt ja, online ist doof, Hybrid ist doof. Planen Sie Ihre Veranstaltungsformate heute immer hybrid! Denn Sie wissen selbst bei geplanter Präsenzveranstaltungen nicht, ob jemand kurzfristig doch noch dazu geschaltet werden muss. Das ist nach der Pandemie doch immer mehr geworden. Das dann doch noch mal, sei es ein Referent oder Zuschauende, doch nicht vor Ort sein können. Ja, und eben wichtig ist (…) immer so, konzeptionelle Fragen, die sich immer stellen sollten. Also wer ist die Zielgruppe? Wie kann ich möglichst viele Menschen aus meiner Zielgruppe erreichen? Was sollen die Teilnehmenden am Ende des Events wissen, fühlen und umsetzen? Die klassischen Fragen auch nach Vorträgen. Daraus resultierend, wie kann ich Fakten möglichst stark emotionalisieren? Denn Menschen bewegt man nur durch Emotionen. Welchen Mehrnutzen kann ich den Teilnehmern bieten, die vor Ort in Präsenz mit dabei sein werden? Und welchen Mehrnutzen kann ich online teilnehmen? Also sollte bitte keine Notlösung sein, sondern es sollte eben idealerweise so, dass beide einen mehr Nutzen haben. Und wie schaffe ich eine sinnvolle Interaktion zwischen den Referierenden, dem Moderierenden und den Teilnehmenden?

Also vor dem Hintergrund zu sagen, das Ganze wirklich professionell bauen? Manchmal übrigens so kleine Side Note, kann das durchaus auch ganz attraktiv sein, wenn Sie schauen, viele DAX-Konzerne haben mittlerweile ihre Hauptversammlungen auf Onlineformate umgebaut. Einer der Gründe ist sicherlich auch, dass ich damit die ein oder andere nervige Diskussion mit kleinen Aktionären vielleicht auch mal weniger habe. Oder ich habe, wir haben in der Pandemie und danach beispielsweise für eine Wohnungsbaugenossenschaft auch solche Vertreterversammlung gemacht. Und hier war das Panel auch sehr dankbar, dass sie einfach mal, wenn sie nicht auf Sendung waren, die ein oder andere Frage mal (…), nur eben unter sich dort entsprechend besprechen konnte.

Online-Messen

Ja auch das Thema-Onlinemessen beispielsweise. Also überlegen Sie, inwiefern Sie Formate, die Sie vielleicht in Präsenz nur einmal im Jahr oder nur alle zwei Jahre machen konnten. So wie die Bauma in München. Die findet nur alle zwei Jahre statt oder alle drei Jahre. So, und das heißt, was wäre denn, wenn man sowas auch zwischendurch noch mal machen kann? Oder wenn Sie sich anschauen, auch solche TV-Formate zwischendurch Apple hat zum Beispiel einen internen TV-Kanal, auf dem dann regelmäßig Produkte präsentiert werden. Das heißt auch hier kann ich einfach vertriebsaktive Zeit maximieren, indem ich eben kurze Online Snippets habe, statt die ganze Vertriebsmannschaft für 1-2-3 Tage aus dem Feld rauszuziehen.

Aus den Vorbildern lernen

Ja, dann eben immer ganz wichtig. Nehmen Sie sich qualitativ hochwertige Produktionen als Vorbilder. Ich sprach schon das Thema Thomas Gottschalk an, ich sprach das Thema Tagesthemen an, Talkformate wie hart oder Herzlich oder Lanz eben, Netflix-Serien wie 24 die mit Echtzeitschnitten arbeiten. Schauen Sie sich auch mal eben YouTube an oder auch Twitch-Live-Streamer, die so aus dem Gaming-Bereich kommen. Also das heißt hier wirklich auch mal Instagram-Influencer sich anzuschauen, hier die, die einfach Sehgewohnheiten neuer Zielgruppen prägen.

Ja, also deswegen die gute, oder sagen wir so die anstrengende Nachricht ist, der Anspruch ist schon recht hoch, der erwartet wird. Die gute Nachricht, es gibt mittlerweile sehr viele gute Tools, wo Sie mit minimalem Aufwand genau solche Dinge bauen können. Und es gilt immer noch Relevanz vor Firlefanz, Authentizität vor Filter. Wenn Sie sich schauen TikTok beispielsweise ist ein Medium, wo im Regelfall im Gegensatz zu Instagram nicht mit Filtern gearbeitet wird. Also das heißt, hier eben zu gucken, was kann man eben von diesen genannten Formaten übernehmen. Zuallererst die Inszenierung, die professionelle Gestaltung des Bildausschnittes, also und dort einfach immer, jedes Mal auch sich wieder angucken, was ist gut gelaufen, was kann man besser machen, welche Charts sind vielleicht nicht erkannt worden? Bei Charts beispielsweise verlassen wir uns nicht darauf, dass die sauber freigegeben werden von anderen, sondern wir lassen uns die immer vorher schicken. Und dann gibt es mit dem Internet Clicker eine Lösung, wo der Referent auf seinem Smartphone oder Tablet oder in einem Browser praktisch die Fernsteuerung der Folien hat, wo er oder Sie eben die Voransicht sieht, vor und zurückblättern kann. Und die Charts liegen bei uns.

Intuitive Plattformen nutzen

Ja, dann sollten Sie als Drittes natürlich auch noch mal neue Plattformen ausprobieren, die möglichst intuitiv sind, die vielleicht auch eine bessere Lizenz-Kostenstruktur haben. Denn diese Onlineplattformen werden auch schnell relativ teuer, wenn man viele Teilnehmende mit dabei hat. Aber bitte immer dran denken, dass Sie hier entsprechend nicht Videokonferenz sondern Event-Plattformen nutzen. Denn der Fokus ist immer bei der Videokonferenz möglichst flüssige Bild und Tonübertragung. Und bei den Eventplattform ist es eine sehr hochwertige Bild und Tonübertragung, wo Sie im Regelfall so eine leichte Latenz haben. Im Livestreaming ist es immer so, dass das Programm so circa 18 Sekunden später auf Sendung geht. Das muss man auch moderieren können. Dafür hat man aber durch diesen Puffer einfach eine sehr viel höhere Bild und Tonqualität.

Ja, dann eben zu sagen, sie sollte logischerweise auch entsprechend performant sein. Und die einfachste Form ist natürlich, ein Livestream einzubetten auf einer Webseite. Hier sollten Sie übrigens beim Streaming Provider nicht auf Consumer Provider gehen, sondern wir arbeiten beispielsweise mit StreamDust, professioneller in Deutschland ansässiger Streaminghoster, mit dem man sogar dann auch Zugangsdaten noch mal hinterlegen kann. Die Pfefferminzia beispielsweise, für die wir ein monatliches Format produzieren, für die ist immer wichtig, dass deren Kunden Weiterbildungspunkte im Rahmen der Idee gut Beraterpunkte generieren können. Hier können wir einfach monitoren, wer, wann, was, wie, wo gesehen hat. Eine wichtige Voraussetzung für das Tracking von Weiterbildungszeiten. Natürlich immer ganz, ganz wichtig einen Chat mit dabei zu haben. Bei Bedarf noch mal Online-Voting-Tools. Also wirklich hier Interaktion ist immer ganz, ganz wichtig.

Virtuelle Messen und Showrooms

Ja, wenn ich jetzt gucke das Thema virtuelle Messen und Showrooms. Also hier ist immer ganz wichtig, dass Sie idealerweise eben dann auch Livestreams mit integrieren können, Chats integrieren können, PDF-Dateien, Präsentationen, Audiodateien, dass Sie Gamification-Elemente haben. Also wenn Sie so eine Messe, eine virtuelle haben, haben wir beispielsweise bei Pfefferminzia, immer so ein ein Puzzle gehabt, wo man sich verschiedene Puzzleteile auf unterschiedlichen Ständen zusammensuchen musste. Und wer das Puzzle zusammen hatte, der hat dann an einer abschließenden Verlosung entsprechend teilgenommen. Also deswegen hier.

Augmented und Virtual Reality

Wenn ich das Thema Augmented und Virtual Reality angucke, also dann ist ja die Idee von Virtual Reality, dass Sie nichts mehr von draußen sehen. Augmented Reality ist, dass Sie Dinge über die Realität rüber legen. Auch, dass im Veranstaltungsbereich ein kommendes Thema wie zum Eingang diese Episode gesagt, ist Microsoft gerade dabei, das Thema in Teams mit zu integrieren. Und wenn Sie noch keine Meta Quest 3 haben, sollten Sie sich eine holen. Denn Virtual Reality, und ein Stück weit können sie damit sogar Augmented Reality machen, denn die Meta Questreihe hat sehr gute Kameras draußen, nicht so gut wie die Apple Vision Pro, aber die kostet auch das Zehnfache. Also hat auch eine andere professionelle Zielgruppe. Meta Quest 3 aus meiner Sicht aktuell das beste Consumergerät, sogar mit eben hervorragenden Pass-Through-Kameras, wo sie solche Sachen ausprobieren können.

Ja, da gibt es dann auch Plattformen wie Engange, wie Raum oder wie Spatial Chat. Einige diese Plattformen sind auch hybrid, das heißt Sie können sowohl am Computer daran teilnehmen als auch über eine Brille. Ich glaube, das ist die Zukunft dieser Plattform, dass der eine eben am Computer teilnimmt, der andere entsprechend über eine Virtual Reality oder Augmented oder Mixed Reality Brille.

Top-Ten-Tipps zum Abschluss

Ja. Zum Abschluss noch einmal die Top Ten Tipps aus dem Kapitel sieben.

  1. Verschaffen Sie sich regelmäßig einen Überblick über neue Plattformen.
  2. Nutzen Sie AppSumo, habe ich auch schon ein paar Mal erwähnt. Eine Plattform, wo Sie oft gute Lifetime-Deals bekommen und dann können Sie neue Plattformen kennenlernen und Geld sparen.
  3. Verwenden Sie immer die Plattformen, die für die Teilnehmer am einfachsten zu nutzen ist.
  4. Lieber weniger Chichi, aber einfacher zu nutzen.
  5. Bauen Sie immer einen Chat-Rückkanal ein und stellen Sie sicher, dass alle Redner und Moderatoren ihn lesen können.
  6. Überlegen Sie sich immer zuerst die zu erreichenden Ziele, bevor Sie eine Plattform dafür aussuchen.
  7. Denken, Sie Messen neu als Ganzjahres-Showrooms.
  8. Heute kann jeder sein eigenes internes TV-Format bauen.
  9. Schreiben Sie nicht Metavers auf 2D PC falsch (…). Bitte nicht. Und nutzen Sie die Chancen von Virtual Reality.
  10. Und last-but-not-least schauen Sie sich Ideen von den Gamern ab. Denn die sind da schon ein Stück weit vorne und da kann man sich gut daran orientieren.

Fazit

Ja, so viel zum Thema Onlineevents. Sollten Sie für Ihre Mitarbeitenden, für Ihre Vertriebspartner, für Ihre Kunden, ein internes TV-Format, einen Kanal, eine virtuelle Messe haben wollen, sprechen Sie mich gerne an! Wir haben da mittlerweile über 200 Produktionen gefahren, viel Erfahrung, auch mit allem, was schiefgehen kann. Also bis hin zu 40-Minuten-Stromausfall in der Hofer-Unternehmenszentrale in Österreich. Und wir haben natürlich selbstverständlich durch gestreamt. Livestream ist ja immer wie fliegen, alles zweifach mindestens auslegen. Wir sagen da auch immer Stabilität vor Kreativität.

Ich freue mich auf alle Fälle, wenn sie nächste Woche wieder mit dabei sind. Wenn es dann im Kapitel 8  darum geht, die Informationsflut zu steuern.

Bis dann.

Ihr Torsten Jekel.

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