Wie kann man mit KI programmieren

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Einführung

Herzlich willkommen zu einer weiteren Episode von TJs Technology Tuesday. Heute wieder einmal live aus dem Studio in Berlin, gerade rausgesprungen aus einem Power Automate Training. Ich gehe mal davon aus, lieber Christian, du schaust auch zu. Also schön, dass du gleich wieder mit dabei bist. Wenn ich hier zur Seite gucke, nach links, dann schaue ich natürlich auch immer auf die Kommentare. Also die habe ich natürlich immer wieder im Blick.

Worum geht es heute? Wir haben letzte Woche uns ja angeschaut, das ganze Thema Automatisierung, KI-Agenten. Und heute möchte ich einmal mit Ihnen den nächsten Schritt besprechen, nämlich wie kann man mit KI programmieren? Bevor ich aber in das Thema Programmieren einsteige, einmal eine Korrektur/Ergänzung vom letzten Mal.

Ergänzung zur letzten Podcastepisode:

Die Übernahme von Manus durch Facebook wurde abgelehnt

Denn das letzte Mal habe ich Ihnen gesagt, dass das Thema Manus als Agent so aus meiner Sicht nicht oder nur sehr eingeschränkt nutzbar ist. Denn Manus wurde von Facebook gekauft. Manus ursprünglich ja eine Firma based-out-of Singapur und back-to-the-roots. Denn die chinesischen Aufsichtsbehörden haben dort die Übernahme von Manus durch Facebook abgesagt, abgelehnt. Und vor dem Hintergrund muss das jetzt wieder rückgängig gemacht werden.

Das heißt, Manus gehört damit eben bald nicht mehr zu Meta, ist somit zwar wieder chinesisch, also im Sinne von Singapur als Basis, aber es ist zumindest nicht in dem Bereich Meta zu Hause. Und das ist ja immer ein wichtiges Thema, wo ich sage: Egal welches IT-Tool Sie nutzen, egal welches KI-Tool Sie nutzen, ist für mich ja immer eine der wesentlichen Fragen: Wer ist denn derjenige oder diejenige, die dahinter hängen? Denn Sie erinnern sich an das, was ich letzte Woche gesagt habe zum Thema Anthropic und Amodei. Hier ist es ja so, dass die Historie so ist, dass der Gründer von eben Anthropic, Amodei, mit seiner Schwester früher eben bei OpenAI war, dem Anbieter von ChatGPT. Und die haben sich selbstständig gemacht, um die ethisch sauberere KI zu bauen.

Was heißt das? Das heißt, bei der KI ist es heute gar nicht mal so wichtig, was die KI kann. Fast wichtiger ist zu sagen, Was sind denn die Leitplanken, die links und rechts sind, die dann die KI ein Stück weit einhegen? Experten sind sich darüber einig, dass es eine ziemlich gute Idee ist, dass man bestimmte Grenzen setzt. Also alleine schon, wenn Sie beispielsweise fragen: Wie baue ich eine Bombe?

Dann ist eine gute Idee, wenn die KI Ihnen das nicht beantwortet. Oder ich weiß nicht, ob Sie die Diskussion von Meckel und Mattes gerade in der letzten Episode gehört haben, sehr hörenswert, wo es um das Thema auch Jugendschutz im Bereich eben KI beispielsweise ging. Und hier war die klare Diskussion ja zu sagen, okay, man sollte auf alle Fälle sicherstellen, dass eine KI nicht zum Selbstmord beispielsweise ermutigt, gerade Jugendliche, die vielleicht irgendwo emotionale Probleme haben. Typisches Beispiel für Guardrails. Diese Guardrails, da gibt es unterschiedliche Ansatzpunkte.

Also wenn man sich jetzt Grok anguckt, eben die KI von Elon Musk, die sagen no Guardrails, also ich möchte möglichst unbegrenzt gehen. Also das Thema Meinungsfreiheit, er etwas übertrieben. Wenn ich mir angucke das Thema an eben OpenAI, dann gab es eben damals den großen Konflikt, weshalb sich Amodei selbstständig gemacht hat, dass das nicht nur von einer Non-Profit-Organisation in eine Profit-Organisation umgewandelt wurde, sondern dass in dem Zuge dann auch irgendwann mal dieses Thema, wir wollen eine sichere KI, über Bord geworfen wurde. In dem Zuge hat Amodei dann eben Claude gegründet und vor dem Hintergrund ist es so, dass ich ein großer Freund von in Claude bin. Da kommen wir jetzt auch ins Thema Programmieren, denn Claude habe ich schon mehrfach vorgestellt als ein System, wo Sie letztendlich 3 Möglichkeiten, 3 Hauptmöglichkeiten in Claude selbst haben und darüber hinaus noch weitere.

Möglichkeiten zur Programierung mit Claude Code

Wir schauen uns mal an, die 3 Hauptmöglichkeiten von Claude sind so, dass Sie auf der einen Seite den reinen Chat haben. Also so ein Stück weit, wie man das von OpenAI kennt, von ChatGPT. Sie stellen eine Frage, Sie kriegen eine Antwort. Dann gibt es den Bereich Cowork. Dafür brauchen Sie eine bezahlte Subscription.

Die kriegt man ab 15 Euro im Monat und man muss die App dazu installieren, die es für Windows und für den Mac gibt. Und dann kann ich beispielsweise sagen: Sortiere mir E-Mails oder Dateien in einem Ordner, benenne mir die um, mache mir bestimmte Dinge. Dann kann ich eben sagen: Übersetze mir eine bestimmte Präsentation beispielsweise. Und dann gibt es den dritten Bereich, der heißt Claude Code. Der kann dann auf der Terminal-Ebene noch mal sehr tiefe Commands auf Ihrem System geben.

Und die Idee ist, dass man Claude Code den Zugriff auf lokale Ordner und Dateien gibt. Der kann aber dann nur in diesem Ordner und er wird eben auch immer wieder fragen, wenn er kritische Dinge macht. Man kann das einstellen. Das ist ein Stück weit auch in der Abgrenzung zu dem Thema OpenClaw oder Moltbot oder wie das auch immer heißt. Dieses System, was Sie so als autonomen Bot vielleicht mitbekommen haben.

Welches sind die Einschränkungen von KI-Agenten im Vergleich zu Claude Code, Moltbot & Co.?

Da war so der Ansatzpunkt: Ja, ich brauche doch gar keine Automatisierungsmöglichkeiten mehr, ich brauche doch gar keine KI-Agenten mehr, das kann doch alles der Moltbot alleine. Ja, aber Sie wollen eben ein solches System, das komplett autonom arbeitet, möglichst weit fernhalten von Ihren produktiven Systemen. Also wollen Sie, dass der mal eben sagt: Ach, die E-Mails brauche ich nicht mehr, die lösche ich? Wollen Sie, dass dort Zugriff gegeben wird auf Ihr E-Mail-System, ohne dass Sie das genehmigen? Also das sind so Themen, wo ich sage, die sind immer hochgefährlich.

Anthropic Mythos kann signifikante Sicherheitslücken aufdecken

Also in diesem Bereich sollte man wirklich immer gucken, dass man hier eine gute Balance hat zwischen dem Thema produktive Nutzung von Systemen, aber auch gleichzeitig dem Thema Sicherheit. Und Sie haben mitbekommen, das neue Modell von Anthropic Mythos ist ja etwas, was noch nicht veröffentlicht wurde, weil dieses Modell sehr schnell in der Lage ist, signifikante Sicherheitslücken in Kernsystemen aufzudecken, auch ganz alte. Und Anthropic das erstmal denjenigen zur Verfügung gestellt hat, die von diesen Sicherheitsproblemen betroffen sind, damit die diese fixen können. Also das heißt, Anthropic sind auch keine Heiligen, die wollen auch Geld verdienen, das ist auch gar kein Thema, gibt auch kritische Stimmen dazu, aber sie haben zumindest eine ethische Grundverfasstheit, die aus meiner Sicht schon mal besser ist als das, was die Kollegen von OpenAI machen. Das Interessante von Claude ist auch, dass man die Möglichkeit hat, das mehr und mehr auch in Microsoft zu nutzen.

Was kann die bezahlte Claude-Subscription

Also Sie können mittlerweile optional auch die Claude-Modelle nutzen. Sie haben die Möglichkeit, wenn Sie bezahlte Claude-Subscription haben, auch Plugins in Excel, in PowerPoint und mittlerweile sogar in Word zu nutzen. Hervorragend, die sind wirklich gut und deutlich besser als die von Microsoft. Und Cowork, diese Variante, wo man sagt, macht mir bestimmte Dinge, wird es jetzt eben stufenweise auch in Deutschland geben, in einer erweiterten Easy- E7-Lizenz. Das heißt, da kann man Sachen automatisch machen.

Praktisches Beispiel für die Programmierung mit Lovable

Jetzt kann man viele Dinge auch automatisch machen mit Power Automate und ich mache mal an einem ganz konkreten Beispiel das Thema Programmierung fest. Weil ich glaube, bevor man lange rumpopelt an irgendwelchen Lösungen, kann man sich die auch schnell mittlerweile bauen mit Low-Code- und No-Code-Lösungen. Und eine Idee und ein System, was ich da sehr, sehr schätze, ist das System von Loveable. Also Lovable, eine Schweizer, nein, eine schwedische Firma. Und ich gehe gerade mal hier in den Demo-Modus, bevor ich Ihnen hier die Sachen entsprechend hier freischalte.

So, da sind wir hier. Also ich schalte mal jetzt um auf das Thema Lovable. Was ist die Idee von Lovable? Die Idee von Lovable ist, Sie haben hier zwei Arbeitsbereiche und gehen wir hier auf die rechte Seite rüber. Sie haben hier den Arbeitsbereich, den man hier in diesem Bereich sieht, wo ich sage: Was sollst du denn tun?

Und dann habe ich hier in dem rechten Bereich den Vorschaubereich, das Ergebnis. Und das ist jetzt hier eine relativ komplexe Applikation, aber ich gehe mal hier auf ein anderes Projekt. Wir machen das mal hier, dass wir uns mal etwas anschauen, was sehr viel einfacher ist, wo man einfach mal nur mal die Idee davon bekommt, wie die mittlerweile entsprechend sind. Ich gehe mal aufs Dashboard und ich gehe mal hier auf eine ganz einfache Applikation, die ich im Rahmen des Schmidt-Unternehmerkollegs einfach mal innerhalb eines Trainings gemacht habe, wo wir einfach mal gesagt haben: Okay, ich möchte doch hier einfach mal Folgendes machen. Ich möchte eine Web-App bauen und diese Web-App, da ist es so, dass ich hier einfach sage, ich möchte eine Unternehmensanalyse machen. Ich mach’s ein bisschen größer, sieht man es ein bisschen besser. Möchte eine Web-App machen und es gibt eben einen Fragebogen gemäß 1 und da habe ich einfach nur diesen Fragebogen fotografiert. Sieht man so noch einen Schatten vom Handy. Und dann habe ich gesagt, es gibt praktisch die Auswertung und die schaut so aus. Ein Prompt, das war das Ergebnis.

So, das heißt hier eine Unternehmensanalyse-Seite. Hier habe ich gesagt Analyse starten und jetzt kann ich eben einfach hier diese Schiebeschalter, kann ich hier regeln und kann sagen, so in welche Richtung möchte ich da gehen und kann das für die verschiedenen Bereiche dort machen und sage Auswertung anzeigen. Und dann kriege ich eine Auswertung und ich kann die ganze sogar als PDF rausgeben.

Das war ein Prompt. Ich habe einmal noch mal nacharbeiten müssen, weil er hatte das Thema, dass er eben einmal hier die Füllfarbe nicht gefüllt hat. Das war eine Korrektur. Das war’s.

Jetzt ist das eine relativ einfache Kiste, aber man sieht schon, da hätte man früher ein Riesenprogramm draufsetzen müssen. Also es geht schon mal deutlich leichter. Und wenn ich jetzt mal hier gucke auf mein Dashboard und mal gucke, was ich jetzt die letzten 4 Wochen für mich beispielsweise entwickelt habe, ist ein CRM-System.

So, und dieses CRM-System eben, was habe ich hier gemacht? Ich habe mir dieses, Moment, ich melde mich mal kurz an, kleinen Moment, bin gleich wieder da.

Geh mal in den Demo-Modus. Genau, da bin ich auch drin. So, das heißt, damit sind wir auch, das ist eben auch schön. Ich habe ja einfach mal gesagt, mach mir einen Demo-Modus, dann kann man sehen. Ich habe mir hier ein sehr CRM-System gebaut mit Aktivitäten, mit Firmen, die ich hier mit drin habe, mit Kontakten von Firmen, wo ich sage, da habe ich eben hier jemand, und dann habe ich die Möglichkeit, E-Mails zu senden. Ich habe hier die Möglichkeit, das als PDF zu geben. Ich habe eine Anreicherung, dass sie mir weitere Daten zieht.

Ich habe, wenn ich LinkedIn-Informationen habe, habe ich hier eine LinkedIn-Registerlasche, und dann kann ich dort hier sogar auf die LinkedIn-Nachrichten draufgehen und solche Dinge. Ich habe Verkaufschancen, wo ich eben offene Angebote sehe, wo ich hier meine Pipeline beispielsweise sehe. Also alles hier Demodaten gerade. Ich bin im Demomodus. Ich habe hier Veranstaltungen, wo ich sage, zu bestimmten Veranstaltungen habe ich Leute. Ich habe hier Kalender, wo ich Integration auch in Kalender habe, und ich kann hier Automatisierungen sogar mit reinbauen. Also durchaus ein recht leistungsfähiges CRM-System, wo ich hier auch Integration habe in Microsoft 365, in LinkedIn, in WhatsApp for Business. Also auch solche Dinge. Ich kann Webhooks hier hinzufügen. Also durchaus nicht ganz unkomplex.

Welche Vorgehensweise empfehle ich bei der Programmierung mit KI

Wie geht man da am sinnvollsten vor? Ich habe am Start nicht gesagt, bau mir einfach mal ein CRM, sondern was ich am Start gemacht habe, dass ich einfach mal reingegangen bin in Claude. Und das ist auch mal so eine gute Vorgehensweise, dass man sagt, man kickt erstmal eine Idee rein.

Und was ich gemacht habe, ich habe mir ein CRM-System angeguckt, was relativ nah an meinen Anforderungen ist, und habe dann einfach dort – wenn man übrigens nichts mehr hören kann, so sollte normalerweise, so, ich gucke gerade mal, der Ton sollte erscheinen, wenn man rechts unten auf den Lautsprecher klickt. Also das sollte funktionieren, indem du, ich habe es hier noch mit reingepackt. Also liebe Barbara Zimmermann, ich hoffe, das ist zu sehen, sonst korrigieren wir es gerne noch mal in der Aufzeichnung.

Ja, wir haben eben hier, ich bin auf eine Seite gegangen, gegangen und habe einfach mal hier mir ein CRM angeguckt, was relativ nah ist. Das ist hier dieses Monday-CRM, wo ich gesagt habe, das gefällt mir eigentlich ganz gut.

Und dann bin ich durch Claude durchgegangen und habe gesagt, erstell mir dafür ein Briefing. Und dann bin ich hier durchgegangen durch die einzelnen Bereiche und habe gesagt, okay, mach mir mal ein Briefing. Hat er mir eine erste Version gemacht. Und das war schon ein relativ gutes Dokument, weil ich hätte das sicherlich nicht so gut beschreiben können, wie das die Kiste macht. Also das heißt, er hat hier schon ein sehr detailliertes Dokument gemacht.

Jetzt habe ich aber gesagt: Na, ich will da gerne noch weiter. Ich möchte noch Dinge haben, die bitte Sachen, die du rausnehmen sollst, die ich nicht brauche und Dinge, die ich haben möchte. Und das ging dann in mehreren Iterationsstufen. Ich mache mal hier fast forward, bis dann letztendlich ein Dokument mit der Version 8 rauskam. Ich habe mir hinterher noch Namen geben lassen, habe ich auch noch mal gecheckt. Aber wenn ich jetzt mal gucke, alleine am Ende dieses Prozesses habe ich hier dieses Dokument 8, finales Briefing. Und dann habe ich eben ein sehr, sehr gutes Briefing dafür gehabt.

Das heißt, jetzt kriege ich ein Lastenheft, Pflichtenheft entsprechend raus, wo das sauber mit der technischen Implementierung, allem Drum und Dran drin ist. Was ich jetzt gemacht habe, jetzt bin ich praktisch in den Loveable reingegangen und habe als allererstes oben, wenn ich jetzt wieder ganz oben reingehe, habe ich gesagt, nimm dieses Dokument und baue auf diesem Dokument ein CRM auf. Benutze als Basis das eben fünfstufige Vorgehensmodell, Modell, was ich dort mit reingenommen habe. Und dann habe ich mich hier immer praktisch weiter durchgehangelt. Also man sieht hier, die Idee ist, dass ich praktisch immer wieder sagen kann, ich sehe einen Fehler, ich kann ihn hier per Prompt korrigieren und gehe praktisch in kleinen iterativen Schleifen, gehe ich praktisch immer wieder durch.

Und das ist eigentlich immer das Schöne, dass ich sage, darüber kann ich eben immer wieder stufenweise arbeiten und muss mir nicht einen Gedanken machen, wie ich das denn letztendlich umsetze. Das Gute ist, hinter Lovable hängt Claude als KI. Das heißt, die kommt auch mit ihrem eigenen Briefing sehr, sehr gut klar.

Und was eben auch interessant ist, es gibt hier die Möglichkeit, dass ich eben auf diesen Code hier komplett zugreifen kann. Das heißt, wenn ich weiß, was ich tue, kann ich diesen Code direkt ändern. Und was eben interessant ist, ich kann hier eben auch ein Backend dahinter hängen, also mit dem ganzen Thema Cloud, mit entsprechenden Tabellen, mit Datenbanken und so weiter. Und ich habe jederzeit die Möglichkeit, dass ich sage, okay, ich gehe mal hier wieder auf die Preview, dass ich das Ganze synchronisieren kann mit meinem GitHub. Das heißt, GitHub ist ein System, wo man Claude eben synchronisieren, abspeichern kann. Damit kriege ich den Code wieder komplett raus und kann ihn überarbeiten. Den witzigerweise kann ich jetzt übrigens mit Claude Code auch noch mal optimieren lassen, oder ich kann ihn eben auch komplett von einem Menschen überarbeiten lassen.

Bis vor einem halben Jahr hätte ich gesagt, da muss unbedingt hinterher so was in die Breite hochzuskalieren, würde ich nie machen. Ich würde das immer von einem Programmierer machen lassen. Mittlerweile ist es so, dass die Firma Anthropic selbst beispielsweise nichts mehr selbst programmiert.

Die haben sich diese Software so gebaut, dass sie selbst ihre KI weiterentwickeln können und dass wir das damit machen können, ist praktisch ein Abfallprodukt. Also natürlich, was man immer machen sollte, dass man einen erfahrenen Programmierer noch mal drüber gucken lassen sollte.

Wenn man die Applikation für sich selbst nutzt, dann muss ich ganz ehrlich sagen, braucht man eigentlich gar keine Programmierung mehr. Wenn man es hinterher verkauft, dann würde ich es immer noch mal tiefer checken, weil dann hat man natürlich ein höheres Risiko, dass man auch andere Kunden schädigt als sich selbst. Also bis hin zu Vermögensschäden, für die man dann haftbar gemacht wird. Also da sollte man sicherlich aufpassen. Aber wir sind im Bereich Programmierung mittlerweile so weit, dass der Code, der da generiert wird, eben nicht nur nicht schlechter ist, sondern in vielen Bereichen sogar besser ist. Und gerade wenn man auch noch mal das Thema Sicherheit als Security-Bereich noch mal sagt, wie kann ich die Sicherheit noch mal verbessern, da sind die Modelle heute sogar besser als der Mensch.

Fazit

Also alle, die von Ihnen Programmierer, Programmiererin sind, sage ich, ich glaube, die Kompetenz ist heute weniger wichtig zu sagen, wie ich genau die Syntax schreibe, diese ganzen Dinge. Wichtig ist ein sehr, sehr gutes Briefing, die Dinge zu beurteilen. Und ein normaler Anwender kann die Fragen gar nicht beantworten, die Claude stellt, geschweige denn beurteilen, welcher Code rauskommt. Also deswegen glaube ich nicht, dass Programmierer durch KI überflüssig werden. Ich glaube aber, dass Programmierer, die KI nutzen, um einfach sich nicht mit Kleinscheiß aufzuhalten, deutlich produktiver sind und die Programmierer deutlich eben schlagen werden, die nicht mit KI arbeiten.

Ein Fakt, den man ja in vielen Bereichen hat, auch im juristischen Bereich beispielsweise. Volker Römermann hat dazu gerade ein tolles Buch geschrieben. Also: Eine KI ersetzt sicherlich keinen Juristen, aber ein Jurist mit KI ersetzt einen Juristen ohne KI. Nicht heute, aber in naher Zukunft.

Vor diesem Hintergrund möchte ich keine Angst machen, sondern ermutigen, KI als ein smartes Werkzeug zu nutzen. Aber immer mit dem Hinweis: Erst Hirn einschalten, dann Technik. Ihr Personality Coach für Führungskräfte, Thorsten Jekel.

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