Das Wichtigste in Kürze

  • Technik gelangt selten über strategische Prozesse ins Unternehmen, sondern meist über persönliche Kanäle – Thorsten Jekel nennt das im Video den Weg über den Golfplatz.
  • Beispiel aus der Praxis: Als der BlackBerry auf dem Golfplatz als uncool galt, riefen Chefs an und wollten das damals neue iPhone – ausgelöst durch das Umfeld, nicht durch einen fachlichen Bedarf.
  • Das Muster wiederholt sich bei jeder Neuvorstellung: Gefragt wird nach dem Topmodell, im Video das iPhone 14 Pro ab 999 Euro bis rund 2.000 Euro.
  • Für den beruflichen Alltag würde nach Einschätzung von Thorsten Jekel bei den meisten Anwendern ein iPhone SE genügen.
  • Ergebnis sind mehr Geräte, als produktiv genutzt werden können. Die entscheidende Frage bleibt: Macht die Technik die Arbeit wirklich leichter?

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Leider kommt Technik oft über den Golfplatz ins Unternehmen. Macht das Sinn? Ich meine nein und gern können Sie mich auch als Redner für Ihr Event buchen.
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Update September 2026: Wo kommt neue Technik heute ins Unternehmen?

Der Weg, den dieser Beitrag beschreibt, existiert weiter: Jemand lernt eine Technik privat kennen und bringt sie mit ins Unternehmen. Nur läuft er heute über Software statt über Hardware, und er beginnt nicht mehr nur in der Geschäftsführung. Der Fachbegriff dafür lautet Schatten-KI: Mitarbeitende nutzen KI-Werkzeuge, die das Unternehmen weder kennt noch freigegeben hat.

Die Erhebungen schwanken je nach Methode erheblich, liegen aber durchweg hoch. Der Bitkom befragte im Oktober 2025 rund 600 Unternehmen, von denen 42 Prozent Schatten-KI im eigenen Haus vermuten. Die Schlussfolgerung des Beitrags trägt damit sogar weiter als 2023: Verbote verlagern das Problem nur. Geben Sie stattdessen zügig einen geprüften, offiziellen Weg frei, sonst entscheidet jede Abteilung für sich, wohin Ihre Daten fließen.

Häufige Fragen (FAQ)

Was bedeutet es, dass Technik über den Golfplatz ins Unternehmen kommt?

Gemeint ist der Weg, auf dem eine Technologie nicht über eine fachliche Prüfung, sondern über eine persönliche Empfehlung ins Unternehmen gelangt: Jemand hört im privaten Umfeld von einer Lösung, ist begeistert und setzt sie anschließend im Betrieb durch. Die Entscheidung fällt damit über Sympathie und Zufall statt über den tatsächlichen Bedarf.

Warum ist dieser Weg problematisch?

Weil die Reihenfolge umgedreht wird. Am Anfang steht das Werkzeug, nicht die Aufgabe. Dadurch entstehen Lösungen, die niemand gefordert hat, Insellösungen neben der bestehenden IT und Folgekosten für Schnittstellen, Schulung und Wartung. Die Fachabteilung, die täglich damit arbeiten soll, wurde häufig gar nicht gefragt.

Was ist Schatten-KI?

Schatten-KI bezeichnet die Nutzung von KI-Werkzeugen, die das Unternehmen weder kennt noch freigegeben hat. Mitarbeitende greifen dabei auf private Zugänge zurück, um schneller zu arbeiten. Der Bitkom befragte im Oktober 2025 rund 600 Unternehmen, von denen 42 Prozent Schatten-KI im eigenen Haus vermuten. Es ist damit dieselbe Bewegung wie früher beim Gerätekauf, nur auf Softwareebene.

Helfen Verbote gegen Schatten-KI?

Nur begrenzt. Ein Verbot beseitigt nicht den Zeitdruck, der zur Nutzung führt, sondern verlagert sie ins Verborgene. Damit verlieren Sie genau die Transparenz, die Sie eigentlich brauchen. Wirksamer ist ein offizieller, geprüfter Weg, der schnell verfügbar ist und die gängigen Aufgaben abdeckt.

Wie führen Sie neue Technik stattdessen ein?

Beginnen Sie mit der Aufgabe, nicht mit dem Produkt: Welcher Prozess kostet heute unnötig Zeit? Beziehen Sie die betroffenen Mitarbeitenden früh ein, testen Sie in einem kleinen, klar abgegrenzten Pilotbereich und entscheiden Sie erst danach über die Einführung. Eine Empfehlung aus dem Bekanntenkreis darf der Anstoß sein, aber nicht die Begründung.