Das Wichtigste in Kürze

  • Das Foldable kommt: Wenn Hüllenhersteller auf der IFA schon Dummys eines faltbaren iPhone zeigen, ist das Gerät mit großer Wahrscheinlichkeit auf dem Weg.
  • Passport-Format mit Mini-Charme: Aufgeklappt entsteht fast ein iPad-Mini-Format, das für viele Nutzer ein zweites Gerät ersetzen kann.
  • Die Dicke ist die offene Frage: Mit Hülle wirkt der Dummy deutlich dicker als aktuelle Android-Foldables, die kaum dicker sind als ein normales Smartphone.
  • Der Preisabstand ist groß: Ein gutes Android-Foldable kostet etwas über 1.000 Euro, beim Apple-Gerät rechnet Thorsten Jekel mit rund dem doppelten Preis.
  • Gadgets brauchen ein Problem: Roboter, Smart Mirrors und Exoskelette zeigen Fortschritt, doch die entscheidende Frage bleibt, welches echte Problem ein Gerät löst.
  • KI schneidet den Messerundgang: Aus rund 30 Handyvideos und Fotos hat Claude Code einen fertigen IFA-Rückblick mit Animationen, Untertiteln und Vimeo-Upload gebaut.

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Einführung

Die Apple Keynote steht erst noch bevor, und trotzdem hielten meine Frau und ich auf der IFA in Berlin schon das faltbare iPhone in der Hand. Wie kann das sein? Die Antwort ist ganz unspektakulär und sagt trotzdem viel aus. Auf Messen zeigen Zubehörhersteller ihre Hüllen, und dafür brauchen sie vorab Muster in der richtigen Größe. Diese Hüllen-Dummys verraten schon viel über Format und Dicke des neuen Geräts.

In dieser Episode von TJ's Technology Tuesday schaue ich mir an, was diese Dummys über das kommende Foldable von Apple aussagen, wie es sich im Vergleich zu meinem Android-Foldable schlägt und für wen sich das Format lohnt. Danach gehe ich durch weitere Highlights der IFA unter dem Motto „The Future is Now“.

Zum Schluss gibt es ein kleines Making-of: Den kompletten Messerundgang habe ich diesmal nicht selbst geschnitten. Das hat Claude Code übernommen. Ein gutes Beispiel dafür, wie Content Creation mit KI heute deutlich einfacher wird.

Apple war selten der Erste, aber oft der Maßstab

Rund um die IFA kursierte ein Beitrag in den sozialen Medien, der die Apple-Geschichte gut auf den Punkt bringt. Das iPhone war nicht das erste Smartphone, das iPad nicht das erste Tablet, das MacBook nicht der erste Laptop. Auch Apple Watch und AirPods waren nicht die ersten ihrer Art. Apple war nie der Erste, aber der Markt zeigt, wer es am besten macht.

Genau diese Frage stellt sich jetzt bei den Foldables. Android-Hersteller bieten faltbare Smartphones seit Jahren an. Apple kommt spät. Ob das neue Gerät tatsächlich das beste seiner Klasse wird, muss sich zeigen. Die Hüllen-Dummys auf der IFA geben aber schon einen ersten, sehr handfesten Eindruck.

Meine Einschätzung: Wenn die Zubehörhersteller schon mit Mustern auf der Messe stehen, wird das Gerät mit großer Wahrscheinlichkeit kommen. Zur Keynote gebe ich Ihnen am Donnerstag um 17:30 Uhr eine kompakte Zusammenfassung für Entscheider.

Das Passport-Format macht aus dem iPhone fast ein iPad Mini

Der Dummy zeigt ein sogenanntes Passport-Format. Zugeklappt liegt das Gerät kompakt in der Hand. Aufgeklappt entsteht ein Bildschirm, der fast an ein iPad Mini herankommt. Das ist ein sehr gutes Format, gerade für alle, die viel lesen.

Zum Vergleich habe ich mein Foldable von Honor mitgebracht. Es ist etwas schmaler, als das iPhone voraussichtlich wird. Das Interessante daran: Mit dem Kamerahubbel ist es genauso dick wie mein iPhone 17 Pro. Beim Apple-Dummy sieht man dagegen schon auf den Fotos, dass das Gerät wohl etwas dicker ausfällt.

Mit einer Hülle auf beiden Seiten wird daraus ein ziemlicher Klopper. Meine Frau sieht das entspannt, sie trägt ihr Smartphone ohnehin an einer Kette um den Hals. Wer das Gerät im Jackett tragen möchte, sollte eher zu einer dünnen Lederhülle als Sleeve greifen oder ganz auf die Hülle verzichten.

Die Hüllen-Dummys erklären das Rätsel von der IFA

Wie kommt ein iPhone vor der Keynote auf die Messe? Gar nicht. Die Geräte auf der IFA waren keine funktionsfähigen iPhones, sondern Hüllen-Dummys. Die Hersteller von Schutzhüllen brauchen im Vorfeld Muster, um ihre Cases rechtzeitig zum Verkaufsstart anbieten zu können.

Diese Dummys gab es in Weiß und in einem sehr dunklen Blau. Auf den Fotos sehen Sie das Gerät zugeklappt, aufgeklappt und mit Hülle, jeweils im direkten Vergleich zu meinem Android-Foldable. So bekommen Sie ein realistisches Gefühl für Größe und Dicke.

Funktional erwarte ich, dass das aufgeklappte Gerät eher wie ein iPad Mini arbeitet und nicht nur ein vergrößertes iPhone-Display zeigt. Dann ersetzt es für viele Menschen das iPad Mini. Meine Frau nutzt heute ein iPad Mini, ein iPhone und ein MacBook. Das MacBook bleibt, das iPad Mini könnte wegfallen.

Wofür sich ein Foldable im Alltag wirklich lohnt

Ich nutze parallel zum iPhone immer auch ein Android-Smartphone, um die andere Welt im Blick zu behalten. Mein Foldable kostet etwas über 1.000 Euro. Für das Apple-Gerät rechne ich mit rund 2.000 Euro. Das Android-Gerät kostet also etwa die Hälfte und ist dabei sehr dünn.

Das Format schätze ich inzwischen sehr. Erstens zum Zeitunglesen: Meine Abos vom Handelsblatt und vom Tagesspiegel lesen sich darauf hervorragend. Zweitens für Bücher, etwa mit Kindle oder anderen Lese-Apps. Drittens für E-Mails und längere Texte.

Und viertens beim Trading. Auf dem aufgeklappten Bildschirm habe ich die Charts mit Indikatoren im Blick, zum Beispiel in TradingView oder in der Webansicht meines Brokers. Auf dem iPhone sehe ich parallel meine Positionen. Für solche Aufgaben mit viel Information auf einen Blick ist das Format wirklich klasse.

Roboter, Smart Mirrors und Exoskelette zeigen den Stand der Technik

Das Motto der IFA lautete „The Future is Now“. Meinen Rundgang habe ich mit einer DJI Osmo Pocket 3 aufgenommen. Die Kamera schaltet sich beim Querstellen automatisch ein, der Gimbal folgt einem, und im Creator-Paket ist ein Ansteckmikrofon dabei. Das kann ich für Messebesuche sehr empfehlen.

Bei den Robotern haben wir viele gesehen, die getanzt haben. Roboter, die etwas wirklich Sinnvolles tun, waren noch selten. Der Fortschritt ist trotzdem deutlich. Wie langsam Roboter im letzten Jahr noch Wäsche gefaltet haben, ist kein Vergleich zu heute. Ich würde sagen: vom Messe-Gag auf dem Weg zum Werkzeug.

Spannend waren außerdem ein neues KI-Diktiergerät, mit dem ich jetzt auch Telefonate über Kopfhörer aufnehmen kann, allerdings noch etwas klobig für die Hosentasche. Dazu Smart Mirrors, die sogar vorschlagen, was man anziehen soll, und Exoskelette. Die sind hochinteressant, einerseits für Menschen mit Behinderung, andererseits für Menschen in körperlich anspruchsvollen Berufen.

Bei jedem Gadget stelle ich mir eine Frage: Gibt es zu dieser Lösung auch ein echtes Problem? Bei manchen Geräten habe ich das Problem ehrlich gesagt nicht gefunden. Meine Frau hat dazu auf ihrem Blog einen eigenen Artikel geschrieben.

Claude Code schneidet den kompletten Messerundgang

Den 30-minütigen Rundgang und die sechsminütige Kurzfassung habe ich nicht von Hand geschnitten. Ich habe zum ersten Mal Videos mit Claude Code bearbeitet, obwohl ich da bisher eher skeptisch war. Mein Vorgehen: Zuerst habe ich gefragt, welche Skills für das Schneiden und Animieren von Videos noch fehlen. Claude Code hat geprüft, was vorhanden ist, die fehlenden Skills geholt und im Planmodus einen Plan erstellt.

Dann kam ein kurzes Briefing: Im Ordner liegen Videos und Fotos von der IFA, erstelle daraus ein Messerundgang-Video in der richtigen Reihenfolge, ergänze Animationen und Einblendungen, wo sinnvoll. Auf die Rückfrage nach der Länge habe ich zwei Fassungen bestellt: eine lange, bei der nur die Pausen herausgeschnitten werden, und eine kurze in Full HD mit eingebrannten Untertiteln und angepasstem Pegel.

Anschließend sollte Claude Code das Ergebnis mit meinem eigenen Designsystem optimieren. Dabei hat es selbst noch Fehler gefunden und behoben. Zum Schluss hat es das Video direkt auf Vimeo hochgeladen. Das Ganze dauerte rund zwei bis drei Stunden, lief aber nebenbei, während ich anderes erledigt habe.

Nicht perfekt, aber ohne KI hätte es das Video nicht gegeben

Ist das Ergebnis perfekt? Nein. Manchmal liegt ein Text über meinem Gesicht, und eine Bauchbinde mit dem Namen meiner Frau erscheint, während ich im Bild bin. Aber einen kompletten Messerundgang hätte ich früher gar nicht geschnitten. Dank KI gibt es dieses Jahr zum ersten Mal den IFA-Rückblick auch als Video.

Ein Tipp aus der Praxis: Achten Sie schon beim Aufnehmen darauf, möglichst wenig Ausschuss zu produzieren. Ich arbeite mit One Takes und habe dramaturgisch den Einstieg und den Ausstieg bewusst gesetzt. Dann lässt sich das Material viel leichter zusammenfügen.

Auch der Blogbeitrag zur Messe ist als KI-Entwurf entstanden und wurde danach von einem Menschen geprüft und überarbeitet. Genau das meine ich, wenn ich sage: KI von aller Munde in aller Hände bringen.

Fazit

Das faltbare iPhone kommt mit großer Wahrscheinlichkeit, und das Passport-Format ist attraktiv für alle, die viel lesen, analysieren oder unterwegs arbeiten. Prüfen Sie vor dem Kauf die Dicke mit Hülle und den Preis im Vergleich zu Android-Foldables. Fragen Sie sich außerdem, ob das Gerät bei Ihnen ein iPad Mini ersetzen würde.

Und nutzen Sie KI für Content Creation ganz praktisch: Nehmen Sie auf Veranstaltungen kurze, saubere Clips auf und lassen Sie Werkzeuge wie Claude Code daraus einen Rückblick schneiden. Wenn Sie dabei Unterstützung für die Umsetzung in Ihrem Unternehmen wünschen, sprechen Sie mich gerne an.


Erwähnte Tools & Ressourcen

  • Claude Code: KI-Werkzeug von Anthropic, mit dem Thorsten Jekel den kompletten IFA-Rundgang schneiden, animieren, untertiteln und auf Vimeo hochladen ließ.
  • DJI Osmo Pocket 3: Kompakte Gimbal-Kamera mit Ansteckmikrofon im Creator-Paket, ideal für kurze Videoclips beim Messerundgang.
  • Android-Foldable von Honor: Thorsten Jekels Vergleichsgerät im Passport-Format, kaum dicker als ein iPhone 17 Pro und etwa halb so teuer wie das erwartete Apple-Foldable.
  • TradingView: Chart-Plattform, die auf dem aufgeklappten Foldable-Bildschirm besonders gut lesbar ist.
  • Kindle: Lese-App, für die das nahezu quadratische Foldable-Format sehr gut geeignet ist.

Häufige Fragen (FAQ)

Warum waren auf der IFA 2026 schon faltbare iPhones zu sehen?

Es waren keine funktionsfähigen Geräte, sondern Hüllen-Dummys. Zubehörhersteller brauchen vor dem Verkaufsstart Muster in der richtigen Größe, um ihre Schutzhüllen rechtzeitig anbieten zu können. Diese Muster zeigen sie auf Messen wie der IFA.

Welches Format hat das faltbare iPhone voraussichtlich?

Die Dummys zeigen ein Passport-Format. Zugeklappt ist das Gerät kompakt, aufgeklappt entsteht ein Bildschirm, der fast an ein iPad Mini herankommt. Damit eignet es sich besonders für Lesen, E-Mails und Anwendungen mit viel Information auf einen Blick.

Ist das faltbare iPhone dicker als Android-Foldables?

Nach den Hüllen-Dummys auf der IFA wirkt das Apple-Gerät etwas dicker als aktuelle Android-Foldables. Ein Foldable von Honor ist mit Kamerahubbel etwa so dick wie ein iPhone 17 Pro. Mit Hülle auf beiden Seiten wird das Apple-Gerät deutlich wuchtiger, eine dünne Lederhülle als Sleeve ist eine Alternative.

Kann ein faltbares iPhone ein iPad Mini ersetzen?

Für viele Nutzer ja, wenn das aufgeklappte Gerät wie ein iPad Mini arbeitet und nicht nur ein vergrößertes iPhone-Display zeigt. Ein MacBook ersetzt es dagegen nicht. Wer heute iPhone und iPad Mini parallel nutzt, könnte künftig mit einem Gerät auskommen.

Wofür lohnt sich ein faltbares Smartphone im Arbeitsalltag?

Ein Foldable spielt seine Stärken beim Lesen von Zeitungen, Büchern, E-Mails und längeren Texten aus. Auch für Charts und Dashboards, etwa beim Trading, ist der große aufgeklappte Bildschirm sehr praktisch. Für reines Telefonieren und kurze Nachrichten reicht ein normales Smartphone.

Kann KI ein Video aus einem Messebesuch schneiden?

Ja. Thorsten Jekel hat aus rund 30 Handyvideos und Fotos von der IFA mit Claude Code einen 30-minütigen Rundgang und eine sechsminütige Kurzfassung erstellen lassen, inklusive Animationen, Untertiteln, Pegelanpassung und Upload auf Vimeo. Das Ergebnis ist nicht perfekt, spart aber viele Stunden Schnittarbeit.