Der Markt für KI-Agenten und was wirklich zählt

Einführung

Herzlich willkommen zu einer weiteren Episode von Digital 4 Productivity, dem TJ Technology Tuesday und dem KI-Booster. Denn heute gibt es eine Episode zum Thema Agenten.

Ja, Agenten nicht im Sinne von James Bond, sondern im Sinne von: Welche Art von Agenten gibt es denn aktuell im Markt? Was ist denn die Idee dahinter? Und dazu habe ich für Sie einmal einen Überblick zusammengestellt und wir schauen uns den mal gemeinsam an, diesen Überblick.

KI-Agenten im Überblick

Und zwar KI-Agenten 2026. Das ist die Idee, übrigens erstellt mit Claude, also mit KI-Unterstützung auch erstellt. Ja, wir schauen uns das einmal gemeinsam an, und wir schauen mal hier in die Präsentation rein, in den Überblick, den ich für Sie zur Verfügung gestellt habe.

Ja, wir haben hier das Thema Enterprise-Plattformen, wir haben das Thema Browseragenten, Workflowautomatisierung und persönliche Multiagenten. Also dazu einmal in diesen 4 Bereichen: Was gibt es dort in den Bereichen?

Ja, wir fangen an mit den Enterprise-Plattformen. Die bekannteste: Microsoft 365, die Umgebung, bei dessen Einführung ich ja auch Unternehmen unterstütze. Natürlich das Pendant Google Gemini Enterprise Agent. Und dann gibt es natürlich eben auch die OpenAI und die Anthropic-Business-Lösungen und natürlich auch im CRM-Bereich Agentforce-Salesforce.

KI-Agent von Microsoft

Ja, wenn wir uns mal angucken bei Microsoft 365 Copilot: Wenn Sie die Charts haben wollen, einfach kommentieren, dann schicke ich Ihnen die einfach auch gerne zu. Ja, die große Stärke ist, wie Sie haben natürlich hier eine tiefe Integration in das Microsoft-365-Universum. Das heißt, der badet praktisch in Ihrem Content, und der große Charme ist, dass das Ganze so ist, dass es eben in Deutschland gehostet ist. Das heißt, hier sind Sie eben auf der sicheren Seite, weil Sie dort in Deutschland, in Frankfurt, Ihre Daten haben, beziehungsweise in der EU die KI-Verarbeitung durchgeführt wird.

Gemini Enterprise

Ja, das Pendant Gemini Enterprise, ich habe hier mal bedingt geeignet rein: Allerdings auch bei Google Gemini ist es so, dass Sie hier die Möglichkeit haben, auch gegen Einwurf kleiner Münzen, wie das so schön heißt, dort auch auf Servern in Frankfurt das Ganze dort entsprechend hosten zu lassen. Ist die Alternative praktisch zu Microsoft 365.

KI-Agent von Google

Ja, Google hat ja so einmal diesen Bereich, dass Sie sagen können, ich zahle mit meinen Daten, ich zahle mit Werbung, oder ich zahle mit Geld. Und wenn Sie mit Geld zahlen, können Sie auch bis hin zur Enterprise-Version gehen. Also Airbus beispielsweise setzt Google Services ein als Rüstungskonzern. Sie können sich vorstellen, dass die durchaus sicherheitssensibel unterwegs sind.

ChatGPT Enterprise

Ja, dann ChatGPT Enterprise, also hier auch die Möglichkeit, dass Sie sagen: Auch das Gleiche eben mit Claude, dass Sie hier die Möglichkeit haben, diese Dienste eben auch als Enterprise-Version zu nutzen. Also deswegen auch hier von bis, also hier bis hin zu lokalen Installationen. Bei ChatGPT habe ich halt immer so die Frage: Okay, ich bin hier auf amerikanischen Servern und ich bin eben mit Sam Altman unterwegs. Das heißt hier also auch dieses Thema US-Konzern: ja, US-Konzern, eben auch die Frage, wie ist so die ethische Formatierung. Da finde ich, ist aus meiner Sicht Claude noch mal, also Anthropic, die Firma noch mal etwas sauberer aufgestellt.

Die Partnerschaft zwischen Anthropic und Microsoft

Also Leistungsfähigkeit, muss ich ganz ehrlich sagen, ist Claude Cowork extrem leistungsfähig, hat den großen Charme, dass sie hier auch eine sehr schöne Benutzeroberfläche haben. Dass Sie dort das Ganze als eigene Applikation haben. Und das Interessante ist, Sie sehen es hier auch auf dieser Folie drauf, Microsoft-Partnerschaft. Das heißt, Microsoft hat eine Partnerschaft mit Anthropic auch abgeschlossen. Das heißt, ab Mai ist es so, dass Sie Cowork auch in Microsoft 365 nutzen können. Und dann ist es so, das ist dann gerade, wenn Sie Purview einsetzen, die Compliance-Komponente, dann auch noch mal sauber Compliance-mäßig konfigurieren können.

Das heißt, die Idee ist von Microsoft, die machen es nicht so wie Apple, dass sie sagen, wir versuchen irgendwie eigene Modelle zum Laufen zu kriegen und dann kriegen sie es nicht zum Laufen, sondern die machen das so, dass die eben Kooperation haben mit eben OpenAI. Da ist das aktuelle 5.5er-Modell im Einsatz. Sie haben aber auch Kooperation eben mit Anthropic und integrieren das Thema Claude Cowork. Also wirklich ein interessanter Ansatzpunkt hier zu sagen, da kann ich eben die guten Modelle hier integrieren ins Microsoft 365 Universum.

Das ist aus meiner Sicht auch das, was für Firmen eben am interessantesten ist. Claude Cowork- Standalone eben bedingt geeignet, aber wenn man es dann eben nutzt in Verbindung mit dem Thema Microsoft 365, dann natürlich wirklich eine ganz interessante Kiste.

Comet – Der KI-gestützter Browser von Perplexity

Ja, wir gucken uns als Nächstes das Thema hier eben, Moment, Enterprise-Plattform haben wir, genau, die Browser-Agenten einmal an. Und zwar hier gibt es von Perplexity den Comet Browser. Der hat ein paar eben auch in der Vergangenheit bekannte Sicherheitsissues gehabt. Allerdings, wenn Sie eben Themen haben, die nicht kritisch sind, dann aus meiner Sicht aktuell der produktivste Browser. Die haben dann so, was Sie eben ja vielleicht kennen von Microsoft, wo Sie sagen, Sie haben im Edge die Möglichkeit, dass Sie rechts so eine Seitenleiste haben und dass der theoretisch was tun könnte.

Das, was der in der Theorie kann, kann der Komet in der Praxis. Also, wenn Sie beispielsweise Microsoft Power Automate, sich Flows bauen, dann kann der einfach extrem gut unterstützen, der kann recherchieren. Also das ist wirklich mit Abstand der Leistungsfähigste.

Den gibt es auch von ChatGPT. Also hier muss ich ganz ehrlich sagen, auch hier wieder die Frage: Sam Altman, Fragezeichen, Ausrufezeichen. Also, aber auch hier für das Thema Recherche eben auch einen Versuch wert.

Workflow-Automatisierungen

Ja, dann gucken wir uns das Thema eben Workflow-Automatisierungen an. Hier für mich die Nummer 1: Power Automate. Und was eben mal ganz interessant ist: Viele sagen immer, ja, Power Automate, zu sagen, das ist ja irgendwie langweilig, unsexy. Ja, das Interessante ist, sie haben hier — ich gehe mal hier wirklich detailliert durch die Stärken durch — also hier haben sie wirklich die tiefste M365-Integration. Das heißt, wenn Sie eben mit Microsoft 365 arbeiten, dann — und ich erlebe das in meinen Projekten: Ich werde immer gerufen, sie sagen, mach mal eine KI, und dann sind es eben 80% Power-Automate-Themen und 20% KI.

Ja, Sie haben eben hier auch einen AI Builder mit den GPT-Modellen. Sie können dort — wir haben ein Projekt gemacht, zum Beispiel eben direkt PDF-Dokumente auslesen und solche Dinge. Sie haben das Thema Compliance, das Sie wunderbar eben lösen können. Es ist bereits in vielen Lizenzen enthalten.

Nachteil: Also Power Automate ist jetzt nicht so richtig selbsterklärend, also da müssen Sie schon ein bisschen ran. Das Gute ist, man kann sich mit Perplexity unterstützen lassen.

Ja, dann haben Sie Connector-Limits außerhalb der Microsoft-Welt. Das Gute ist, Sie können dort Verbindungen auch in andere Systeme reinpacken, kostet dann eben nur noch mal extra Geld, aber Sie können es machen. Also deswegen kann es dann auch manchmal etwas teurer werden und das Debugging ist dann manchmal auch etwas umständlicher. Ja, das Interessante ist, Sie können also wirklich Dinge machen, die Sie in der Office-Umgebung machen. Es gibt übrigens auch mit Power Automate for Desktop eine RPA-Komponente, also Robotic Process Automation. Das ist eine separate Lizenz, funktioniert auch etwas anders, aber eben auch interessant. Das Spannende ist halt, Sie sind dort auf Servern bei Microsoft eben in Frankfurt. Also damit sind Sie halt dort DSGVO-konform entsprechend grün. Immer mit dem Risikohinweis: Ja, wir unterhalten uns auch dort wieder über ein Unternehmen aus den USA.

Automation mit n8n

Ja, n8n, eine Berliner Firma, und da haben Sie die Möglichkeit, bei n8n entweder zu hosten oder alternativ das Ganze auf eigenen Servern zu machen oder auf Hetzner oder Hostinger, also auf deutschen Servern. Hier ist die Idee, dass Sie ähnlich wie bei Power Automate solche Auslöser, Trigger haben und dann solche Workflow-Schritte, die Sie in deterministischen und KI-Strukturen kombinieren können.

Der Vorteil von n8n ist: Wenn Sie kein Microsoft 365 haben, haben Sie da die Automatisierungskomponente. Vorteil Nummer 2: Sie können sogar im eigenen Haus hosten. Vorteil Nummer 3 ist, dass es einfach da sehr, sehr viele Konnektoren dafür gibt. So, da gibt es auch eben Enterprise-Lizenzen, dann wird es nicht ganz so günstig, das ganze Thema. Und die Lernkurve ist relativ hoch, relativ komplex. Und ehrlich gesagt ist die Frage, also ich habe für mich so ein Stück weit das Thema n8n übersprungen, weil ich gehe gleich in das Thema eben Vibe Coding mit Loveable, wo ich dann das Ganze statt in einen Workflow eben dann gleich in ein Stück Software gieße. Das ist für mich dann immer noch mal der Punkt. Aber n8n, noch eine deutsche Firma, also Aleph Alpha ist ja gerade übernommen worden von einem kanadischen Unternehmen, aber eben hier das noch ein deutsches Unternehmen und hier eben sehr, sehr flexibel.

Automation mit Make.com (vormals Integromat)

Ja, in dem Bereich das alte Integromat, mittlerweile eben dort Make.com, sitzt in Prag. Die Mutter ist Celones in München. Das heißt, wir sind hier in der EU, wir haben hier ein deutsches Unternehmen als Muttergesellschaft. Hier haben wir den Vorteil, dass sie eine deutlich leichtere Lernkurve haben. Also sie haben immer so einen Trigger und eine Action und sagen, so, wenn das eine passiert, dann passiert das andere. Also Sie haben so einen visuellen Bilder. Die Lernkurve ist da sehr, sehr viel niedriger, als Sie das bei anderen Tools dort entsprechend haben.

Die technische Basis ist die älteste im Verhältnis zu jetzt N8N und anderen Themen, aber ebenso zum Start wirklich sehr, sehr gut. Man kann wirklich so per Drag-and-Drop sich Sachen zusammenklicken.

Automatisierung mit Zapier

Ja, der Oldie, ich habe ihn hier noch mal mit dazu: Zapier eben ausgesprochen, ist eine Datendrehscheibe. Die haben das Geschäftsmodell, das sagt: Die haben praktisch Tausende von Applikationen, die einfach eine Zapier-Schnittstelle realisiert haben. 

Und jede Applikation, die praktisch eine Zapier-Schnittstelle hat, kann dann dazu genutzt werden, dass man beispielsweise sagt: Ich habe einen Kontakt, der sich in einen Newsletter einträgt, dann trägt er sich in mein CRM-System automatisch ein. Und das, obwohl beide Systeme nicht unmittelbar miteinander kommunizieren können. Also das ist wirklich noch mal eine ganz klasse Kiste, rock solid – das Ganze nutze ich seit 15 Jahren, um meinen Newsletter und meinen CRM synchron sind.

Multiagenten OpenClaw, MaltBot

Ja, dann gibt es eben diese Multiagenten. Der eine oder andere hat sicherlich schon mal was von OpenClaw, MaltBot oder wie sie heißen, gehört. Mittlerweile ja im Team von OpenAI. Also hier sieht man schon bei Schwächen: Heiße Warnung, nicht auf Produktivsystemen einsetzen. Die Idee ist, dass dieser Agent praktisch selbstlernend ist und selbst tolle Dinge macht. Ich würde das, soweit wie es irgendwie geht, von irgendwelchen produktiven, gerade E-Mail-Systemen, in dem Bereich weghalten.

Also da muss man ein bisschen aufpassen, aber für Marketingzwecke schon mal wunderbar und ein spannender, interessanter Ansatz.

KI-Agent Manus

Ja, dann Manus, mittlerweile zum Hause Meta gehörend, deswegen eben bei mir ein rotes Tuch, war früher Singapur, hochproduktiv, ganz, ganz toll. Wobei mittlerweile muss ich sagen, finde ich Claude Cowork sogar noch etwas besser. Und viele Dinge, die ich früher mit Manus gemacht habe, die mache ich jetzt über die Claude-Plugin-Integration in Excel. Da gibt es nämlich ein Plugin, das kann ich eben in der Seitenleiste dort mit reinpacken, und dann kann ich mir Dinge eben beispielsweise recherchieren lassen in Excel.

Auch in PowerPoint hat man die Dinge mit drin. Also da muss ich sagen, ist mittlerweile Claude für mich das, was wirklich klasse ist.

Hermes

Ja, OpenClaw war so das große Ding. Jetzt sind viele, die sagen, Hermes ist das neue Ding. Letztendlich ein Stück weit ein Konkurrenzprodukt zu OpenClaw, wo ich eben auch noch mal eine gewisse Technikaffinität brauche dazu. Vorteil ist, kann man eben wie OpenClaw auch auf einem eigenen lokalen Rechner oder einem eigenen Server installieren, Oder bei Hetzner oder Hostinger dort hosten.

Ja, hier vielleicht noch mal so ein Überblick: Enterprise, Browser, Workflow, persönlich. Also Enterprise, für mich ganz klar die Empfehlung Microsoft 365 Copilot, Power Automate als Automatisierungstool, wo ich wirklich viele Dinge machen kann. Für die, die mit Google arbeiten, Gemini Enterprise. Es gibt’s auch eben mit ChatGPT und Claude Cowork.

Browser eben Comet, für mich aktuell der wirklich führende und deutlich leistungsfähiger als das, was Microsoft im Edge-Browser hat. Als Workflows eben n8n und make.com als EU-Möglichkeiten, Zapier, und das aber auch von der Komplexität, also n8n die höchste Lernkurve, make.com und Zapier deutlich einfacher. Und sowohl make.com als auch Zapier haben mehr und mehr Funktionalitäten, die auch bei n8n bisher in der Vergangenheit mit dabei waren. Und dann eben diese, ich nenne es jetzt mal persönliche Multiagenten. Also da gibt es auch mit Paperclip beispielsweise Systeme, wo ich dann verschiedene Agenten miteinander kombinieren kann.

Agent2Agent-Standard

Zum Abschluss noch mal ganz interessant, und zwar: Es gibt einen neuen Standard, das A2A-Agent-to-Agent-Protokoll. Also es gab im November so die erste Revolution, das sogenannte MCP-Protokoll. MCP, eben die Idee, dass ich sage, ich habe die Möglichkeit, dass verschiedene Systeme miteinander kommunizieren können. Und das geht jetzt weiter. Also Model Context Protocol hieß MCP, ist von Anthropic entwickelt worden.

Letztes Jahr im November ist es der Linux Foundation gespendet worden. Somit ist es Open Source und entsprechend auch von anderen Unternehmen übernommen worden. Also dieses Protokoll bedient so ziemlich jeder. Und jetzt geht es eben noch eine Stufe weiter: A2A-Agent, sodass auch die Agenten miteinander zusammenarbeiten. Und da sind schon einige entsprechend mit dabei. Da ist es noch nicht ganz so weit. Es gibt es erst seit April 2026, also ganz, ganz frisch, dass hier noch mehr mit dazukommen.

Fazit

Ja, Quellen wie immer natürlich auch bei Bedarf mit dazu. Also sollten Sie dort die Charts haben wollen, einfach unten eben kommentieren, und dann lasse ich Ihnen gerne die Charts zukommen. Sollten Sie Unterstützung benötigen, um eben dort auch in Ihrem Hause noch mal entscheiden zu können, welche eben agentischen Systeme machen für Sie Sinn, welche agentischen Systeme machen für Sie vielleicht keinen Sinn, dann sprechen Sie mich gerne an. Sie erhalten gerne meine Unterstützung.

Ihr Thorsten Jekel.

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