Einführung
Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von TJs Technology Tuesday und Digital 4 Productivity. Letzte Woche haben wir uns einmal etwas stärker mit dem Thema beschäftigt: Programmieren mit KI. Und da war ja ein großer Schwerpunkt auch Claude. Was hat sich seitdem getan? Seitdem, vielleicht haben Sie es mitbekommen, ist eben etwas kommuniziert worden, nämlich dass Anthropic sich mit Goldman Sachs Blackstone und anderen eben zusammengepackt haben mit einem eben Venture, mit der Idee, dass sie sagen, ich kann praktisch dort in den Portfoliounternehmen der jeweiligen Gesellschaften auch die KI von Anthropic mehr integrieren.
Hier ist er, der Amodei, ehemaliger Mitarbeiter von OpenAI, mittlerweile eben als Anthropic selbst unterwegs, mit dem klaren Fokus auf dem Bereich Firmenkunden. Und das sieht man eben auch an dieser Nachricht hier, dass man sagt, okay, die haben sich zusammengetan, eben um dort noch mehr im Firmenbereich zu machen. Ist auch genau der Schwerpunkt.
OpenAI, ChatGPT oder Copilot?
OpenAI, ChatGPT, immer noch marktführend, dominant im Bereich der Privatkunden. Sehe ich auch so im privaten Umfeld. Das ist halt das, was als Erstes genutzt hat, was viele kennen, was, wir sind halt ein Gewöhnungs-, Gewohnheitstier. Das heißt, dann bleibt man so ein Stück weit bei dem, was man kennt. Ich bin ein größerer Freund auf der einen Seite des Copilots, weil er einfach sehr, sehr gut integriert ist in das Thema der Microsoft 365 Welt.
Das heißt, wenn Sie mit Microsoft 365 arbeiten, dann ist der Copilot immer die erste Option. Das Interessante ist, dass Microsoft auch eine gute Strategie hat, nämlich dass sie sagen, wir bauen keine eigenen KI-Modelle, sondern wir integrieren die führenden KI-Modelle. Und so wie es die Veränderung gab, dass Anthropic sehr stark jetzt noch mal auch mit eben Goldman Sachs und Blackstone, Blackstone dort Partner im Bereich Private Equity, haben Sie vielleicht auch mitbekommen, dass Microsoft und OpenAI etwas lockerer jetzt werden. Das heißt, Microsoft ist eben auch offen gegenüber anderen Modellen. Ein Thema, was Sie vielleicht sogar schon bei sich gesehen haben: Sie haben die Möglichkeit, in Microsoft 365 jetzt auch die Anthropic-Modelle zu wählen.
Anthropic kommt in Microsoft 365 an
Die kann man wegkonfigurieren, also ganz, ganz wichtig, weil hier ist es so, dass man bei der Implementierung Microsoft bei den Anthropic-Modellen immer in Richtung USA funkt. Also das heißt, deswegen ist es standardmäßig erstmal nicht freigeschaltet. Man kann das Ganze aber eben freischalten. Interessant merkt man die Integration in Microsoft 365 vor allen Dingen, wenn man dann die Add-ons nutzt für PowerPoint, für Excel.
Da gibt es schon einen signifikanten Leistungsunterschied zwischen dem, was Microsoft mit dem Copilot macht und Anthropic.
Claude von Anthropic im Microsoft-365-Umfeld stärker als Copilot?
Da bleibt es spannend abzuwarten, ob Microsoft irgendwann den nächsten logischen Schritt geht. Aus meiner Sicht wäre der nächste logische Schritt zu sagen, ich schmeiße meine eigenen Copilot-Add-ons weg und ich nutze die praktisch von Claude Anthropic.
Ja, die Frage auch beim Thema Co-Work, ich habe es in einer letzten Episode gezeigt, die Idee ist, dass ich dort auch diese intelligente Logik von Co-Work, wo ich mit Dateien auf dem Rechner arbeiten kann, auch in Microsoft 365 mit integriert wird. Auch ein super nächster Schritt. Ja, alles aktuell beim Thema Microsoft im Moment so, dass es in Richtung USA geht, dass man vor dem Hintergrund sich sehr gut überlegen sollte und sehr gut vor allen Dingen auch konfigurieren sollte, welche Informationen dort eigentlich eingehbar sind, welche Informationen abrufbar sind.
Welche Preisstufen gibt es?
Also das ganze Thema Compliance hier natürlich ein extrem wichtiges. Ja, wir schauen noch mal um weiter auf das Thema auch Anthropic for the Enterprise. Und zwar dazu habe ich Ihnen mal einen tabellarischen Vergleich gemacht, den wir uns mal gemeinsam angucken. Und zwar habe ich mal gesagt, vergleiche mal alle Tarife von Claude als Einzelperson, Enterprise. Das heißt, es gibt hier verschiedene Tarife.
Wenn man hier auf der Cloud-Seite ist, dann gibt es hier eben Cloud für Einzelpersonen, Cloud für Teams und Enterprise, und die unterscheiden sich zum einen von den Preisen, zum anderen unterscheiden sie sich von den Funktionalitäten. Und der wesentliche Unterschied, den man hier hat, ist, dass man bei Teams oder Enterprise-Plänen dann eben es so machen kann, dass man hier auch sicherstellen kann, dass das Hosting auf Amazon-Servern in Frankfurt stattfindet. Also das heißt auch hier ähnlich, wie man es kennt von Microsoft 365. Aktuell ist noch so, dass bei M365 die Anthropic-Integration so ist, dass die Server nicht Frankfurt sind. Ich hoffe mal, dass Microsoft das updatet, sodass man dann auch die Möglichkeit hat, dass man das auf europäischen Servern macht.
Dann kann man es nämlich noch sehr viel besser nutzen. Ja, so sehr ich ein Fan des Copilots bin, also spätestens, wenn ich mit Excel, mit PowerPoint arbeite, da ist doch der Claude sehr, sehr viel leistungsfähiger. Und wir gucken uns mal an die unterschiedlichen Tarife im Vergleich. Hierzu kann ich übrigens sehr empfehlen Perplexity. Also das heißt, da wo ich früher gegoogelt habe, arbeite ich jetzt sehr, sehr gerne mit Perplexity.
Und hier sieht man einmal in der tabellarischen Gegenüberstellung, kann man eben wunderbar sich tabellarisch machen, mal die Unterschiede. Ja, Free für Einzelpersonen, man kann es gratis nutzen. Man kann es dann allerdings ausschließlich nutzen in der Web App, kann es eben, das ist Schwerpunkt für Privatanwender erste Tests. Spannend wird es bei der Pro-Version ab eben $20 im Monat. Hier ist es so, dass ich dann 5-mal höhere Limits habe in diesem Bereich und dass ich dann auch die Möglichkeit habe, sieh mal die Zielgruppe Power User, Solo Professional, die Möglichkeit habe eben, dass ich dort auch dann die Applikation nutzen kann.
Applikation heißt das Programm von Claude, mit dem ich dann eben auch Claude Cowork nutzen kann, mit dem ich Claude Code nutzen kann. Also sehr viel Leistung. Leistungsfähiger. Das Ganze kann ich mit dem Faktor 5 und mit dem Faktor 20 eben einmal toppen. Also ich habe aktuell den Max 5 Tarif, wo ist er, kostet mich 90, 80 oder 90 im Monat, wo ich eben dann die 5-mal höhere Nutzung habe, wo ich die gleichen Funktionalitäten habe wie bei der 15-€-Variante.
Also ich schalte mal hier wieder rum. Also ich habe den Max, den habe ich aktuell eben mit den 90 wo ich hier bis zu 20-mal mehr Nutzung als Pro habe in dem Bereich. Also das kann man hier in der Nutzung anpassen, wo ich sage, da gehe ich eben rein und dann kann man sagen, okay, wie viel möchte ich denn haben? Möchte ich denn die 5-fach größere oder möchte ich denn die 20-fach größere haben? Ich habe aktuell den Faktor 5.
Wie viel kostet Teams for Enterprise?
Also das heißt, hier hat man so ein zweistufiges Verfahren, wo man das noch mal wählen kann. Ja, wenn ich dann eben reingehe in das Thema Teams for Enterprise, dann ist es eben so, dass ich hier noch mal Standard- und Premiumplatz habe, also hier mit mehr Nutzung entsprechend in den Bereichen Enterprise natürlich natürlich dann die extrem flexibelste Variante. Wir schauen noch mal in den tabellarischen Vergleich hier rein. Das heißt, wenn ich mir die weiteren Versionen angucke, dann sieht man eben hier Max 5, Max 20. Da kommen wir jetzt in den Teams-, in den Enterprise-Bereich.
Das heißt, hier gibt es eben Teams Standard für Unternehmer, so 20 bis 25 Dollar pro Seat bei Jahreszahlung. So, hier habe ich dann eben hier das Thema Team Features, eine zentrale Abrechnung. Hier kann ich dann auch Inhalte freigeben, also ein bisschen wie man das bei der ChatGPT-Variante eben auch die Teams-Variante kennt, oder logischerweise beim M365 für kleinere bis mittlere Teams, bis hin dann hoch eben Teams Premium. Da habe ich dann eben die höhere Nutzung, gleiches Thema. Und wenn ich dann eben in Enterprise gehe, gibt es dann eben per Seat und praktisch eben dann pauschal, je nachdem wie groß man entsprechend ist.
Und hier habe ich eben immer noch mal die Möglichkeit, dass ich dann sehr fein die Serverstandorte auch noch mal definieren kann. Das heißt, die Idee vom Grundsatz her, Anthropic erst mal in den USA gehostet. Standardmäßig ist es aber so, dass eben die Modelle nicht benutzt werden zum Training. Sollte man im Zweifelsfall aber immer auch noch mal checken, ob man dort das so auch eingegeben hat. Also wir gucken noch mal hier rein in Anthropic.
So schaltet man „Hilft Claude dabei, Claude zu verbessern“ aus
Dann ist es ja so, wenn ich jetzt hier wieder rausgehe, dann gibt es ja hier die Einstellungen und in den Einstellungen, so genau, gehen wir hier rein. So, da sind wir. Und ich gehe mal in die Einstellungen rein. So, und da hat man hier die Datenschutzhaken und da sollte man eben sichergehen, dass eben die Standortmetadaten nicht übergeben werden, dass hier dieser Haken „Hilft Claude dabei, Claude zu verbessern“ nicht mit eingegeben wird. Also das ist noch mal ganz wichtig.
Und was halt ziemlich cool ist, auch wenn ich jetzt eben arbeite mit der Applikation, ich Ziehe sie hier mal rüber über den Schirm, dann sehen Sie die auch. Die Applikation, hier habe ich die Möglichkeit, eben auch Chats zu machen. Hier habe ich die Möglichkeit, eben neben dem Chat auch zu arbeiten. Hier eben in dem Thema Cowork, wo dann eben auch Dinge gemacht werden, wie hier so mein tägliches Briefing. Ich kann hier reingehen in das Thema Code.
Nur mit Daten in einem bestimmten Ordner arbeiten
Und das Gute ist, wenn ich eben hier Dinge arbeite, dann kann ich eben hier immer dort Ordner wählen. Das heißt, hier kann ich immer sagen, in welchem Ordner soll denn dieses Tool dort arbeiten. Kann also hier immer hinzufügen, Ordner, und damit arbeitet das System praktisch nur mit den Dateien in einem bestimmten Ordner. Immer mit dem Hinweis, jawohl, die Verarbeitung läuft auf den Servern von Qloud. Also von der Seite her werden die Daten auch weitergegeben.
Was bietet Claude im Enterprise-Bereich?
Ist übrigens auch im Enterprise-Bereich so. Claude bietet nicht an, dass man das lokal auf eigenen Rechner installiert, ist einfach von der Workload auch viel zu aufwendig. Hier bin ich übrigens wieder im Browser. Da sieht man, da gibt es eben nur die Möglichkeit des Chats. Es gibt hier die Möglichkeit der sogenannten Artefakte und es gibt eben dann die Möglichkeit von Cloud Design.
Also auch hier noch mal ganz wichtig, es gibt ein paar Funktionen. Cloud Design gibt es nicht in der Applikation, auch nicht in der bezahlten. In der Applikation gibt es damit eben aber noch mal zusätzlich das Thema Cloud Code, das Thema Cloud Co-Work, Und ich habe nicht nur die normalen Artefakte, sondern ich habe eben auch Live-Artefakte. Also das heißt, hier kann ich mir kleine Sachen bauen und so kleine Applikationen, die ich habe. Und die Artefakte heißt, ich habe hier eben einmal etwas und Live-Artefakte heißt, dass das Ganze regelmäßig aktualisiert wird.
Also hier sieht man beispielsweise, Mensch, ich habe hier was, ich sehe hier meinen Inhalt, den ich haben will. Und die Idee ist so ein bisschen, wie man das kennt von eben den Schreibfunktionen aus ChatGPT, dass ich sage, ich habe links immer ein Briefing, Rechts habe ich das entsprechende Ergebnis, was ich mir anpassen kann. Und das kann ich eben einmalig machen. Oder wenn ich dann eben reingehe in das Thema der Applikation, hier mache ich es noch mal, da habe ich dann nämlich hier die, eben wenn ich reingehe in, zack, CoWork, dann habe ich hier die sogenannten Live Artefakts. Also da kann ich jetzt beispielsweise sagen, ich möchte beispielsweise so was haben wie eine Inbox-Triage.
Die bietet er einem an, wo ich sage, wenn sich da was aktualisiert, habe ich praktisch auch immer den aktuellen Teil. Das heißt, das sind Mini-Apps, die sich auch laufend aktualisieren. Das kann für den einen oder die andere sogar eine Alternative sein für das Thema Applikationen bauen mit Lovable, was wir uns letztes Mal angeschaut haben. Meine Erfahrung ist nur, das sind eher noch sehr eingeschränkt. Also ich habe beispielsweise bei diesem Thema E-Mail-Triage, was er eben standardmäßig vorschlägt, da habe ich mal versucht zu sagen, füge mir eine Funktion ein, mit der ich auch E-Mails löschen kann.
Kann die Nutzung von KI gefährlich sein?
Und dann hat er gesagt, ich habe da keinen Zugriff drauf. Hat aber auch einen großen Vorteil. Sie erinnern sich, ich habe letzte Woche ja über das Thema Open Cloud gesprochen, wo ich sage, je leistungsfähiger ein Tool ist, je mehr Zugangsberechtigung hat, umso gefährlicher ist das Tool. Also hier sollte man immer ein Stück weit abwägen zwischen den Dingen, die möglich sind und zwischen den Dingen, die nicht möglich sein sollten. Insgesamt Claude, wie gesagt, für mich gerade im Businessbereich, man merkt, die haben einen Business-Fokus.
Da gibt es keine Sachen zum Video erstellen, da gibt es jetzt keine irgendwie witzigen fancy Sachen zum Thema Bilder erstellen.
Sondern was man eben macht, wenn ich jetzt in Claude Code beispielsweise bin und ich möchte mir Videos oder Bilder erstellen, dann fragt er eben nach den API-Codes für andere Dienste wie Nano Banana beispielsweise. Also die kann man alle integrieren. Und das Modell ist eben sehr, sehr stark im Bereich Texte. Also wenn es darum geht, Texte zu formulieren, Texte zu bearbeiten, sich Sachen – ich habe gerade so ein Cheat Sheet für eine Power Automate Schulung mir machen lassen beispielsweise. Das sind die Bereiche, die hätte ich gerne drin.
Ist natürlich gut, wenn man weiß, okay, was Variablen sind, was ein Array ist, was eine For-Each-Schleife ist. Und je besser das Briefing ist, umso besser ist das Ergebnis. Und eben das Interessante bei Claude, eben die Möglichkeit, dass es eben für den Bereich Programmierung auch sehr, sehr gut geeignet ist. Und für diejenigen, die sagen, Claude Code ist mir zu umständlich, kann man natürlich Claude Code in Programmierumgebungen nutzen oder ebenso wie beim letzten Mal besprochen in Lovable, dann in einem sehr handhabbaren Format. Und das Gute ist eben Fokus auf Business, Fokus auf Arbeiten, auf Programmieren und mit der Möglichkeit, in der Teams-Version, in der Business-Version auch zu sagen, Speicherort ist in Frankfurt und Verarbeitungsort.
Fazit
Also lassen Sie sich bitte nicht bequatschen von Ihrer IT, die sagt, Cloud ist Teufelszeug. Sie haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder man nutzt eben die Teams, die Enterprise-Tarife, praktisch Teams oder Enterprise-Tarife von Cloud selbst, oder man nutzt es in der Integration von Microsoft 365 in Verbindung dann mit Purview. Das ist die Compliance-Komponente von Microsoft. Und ich gehe mal davon aus, dass Microsoft das in der nahen Zukunft es auch ermöglichen wird, dass man auch beim Thema Cloud den Serverstandort Frankfurt wählen kann, so wie man es bei Microsoft 365 auch hat. Ja, ich halte Sie da immer gern auf dem Laufenden.
Sollten Sie dort Beratungs-, Trainings-, Sparringsbedarf haben als Geschäftsführer, das ist mein Hauptgeschäft. Als Personal-Coach für Führungskräfte bin ich Ihr Sparringspartner, damit Sie keine teuren Fehlentscheidungen und keine langen Umwege haben, sondern kurz und zum besten Wert und zum besten Preis dort zu Ihrer Zukunftsinvestition kommen. Sollten Sie da Unterstützung brauchen, freue ich mich, wenn Sie mich ansprechen.
Bis dann, viel Erfolg, Ihr Thorsten Jekel.
