Einführung
Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von TJs Technology Tuesday. Und Sie werden sich wundern, das schaut heute anders aus. Ja, weshalb schaut es heute anders aus? Weil ich im Hotelzimmer bin. Ich halte heute einen Präsenzvortrag und bin gestern Abend angereist und gebe heute im Hotelzimmer ein Seminar und habe gerade Pause und möchte natürlich den TJ-Technology-Tuesday-Impuls nicht ausfallen, denn den lassen, denn jeden Dienstag 12:30 Uhr gibt es einen Impuls live oder wie in diesem Fall ganz kurz vorher aufgezeichnet, weil es bei uns nachher gleich wieder weitergeht.
KI macht doof – wirklich??!
Das Thema, was ich heute habe zum Thema TJs Technology Tuesday ist: Macht KI uns doof? In der letzten Woche, große Hype, den es in vielen Posts auch gab, war, dass sehr viel kommentiert wurde, eine Studie, die gesagt hat, okay, es wurden Menschen die Aufgabe gegeben, Essays zu schreiben, 20 Minuten für ein Essay. Und dann gab es die Fraktion, die eben gesagt hat, sie hat es ohne KI geschrieben und es gab die Fraktion, die es mit KI geschrieben hat. Und dann wurde die Gehirnaktivität gemessen und eben gesagt, man braucht dafür viel weniger Hirn, wenn man das mit Unterstützung schreibt. Ja, das ist jetzt nicht so ganz überraschend. Das finde ich jetzt auch ziemlich logisch, dieses ganze Thema, dass das so ist. Ja, absolut. Aber weshalb ist das so? Das ist ein Werkzeug und auch wenn ich einen Taschenrechner nutze, dann wird mein Gehirn sicherlich weniger Synapsen feuern, als wenn ich das Ganze manuell rechne. Deswegen ist dieses Studiendesign aus meiner Sicht nicht ganz optimal, mal unabhängig davon, dass es Gruppengröße von 18 Menschen gab. Also das heißt, repräsentative Studie Sie haben meistens größere Stichprobe. Aber die Frage, selbst wenn die Stichprobe groß wäre, wird das falsche praktisch gemessen. Das heißt, die Idee ist ja nicht zu sagen: Okay, wenn ich ein Hilfsmittel nutze, brauche ich dann weniger Energie. Klar, die Frage ist, wenn ich mich nur noch auf ein Hilfsmittel verlasse, verlerne ich dann, die Dinge selbst zu machen. Typisches Beispiel: Wenn ich eben nur noch einen Taschenrechner nutze, verliere ich dann die Fähigkeit eben auch des einfachen Kopfrechnens. Und ja, ein Stück weit ist das so. Also das heißt, zu Zeiten, wo man früher Taschenrechner in der Schule nicht erlaubt hat, musste man noch mehr im Kopf rechnen und ich kann mich schon daran erinnern, der Großvater meiner Frau hatte nach dem Zweiten Weltkrieg ein, er war selbstständiger, Malerei und Lack und Tapezieren und er hat mit einem Malerbleistift, mit einem Tapezieren Bleistift, hat er auf Wänden schnell ausgerechnet, wie viel Tapete der braucht.
Das konnte der im Kopf machen, das konnte der per Hand machen. Das sind Dinge, die verlernen er ein Stück weit. Die Idee ist aber, zu sagen: Okay, wenn wir den Taschenrechner nutzen – der ging, glaube ich, bei uns ab der 9. Klasse –, dann nutzen wir die frei gewordene Kapazität dafür, anspruchsvollere, mathematische Fragestellungen zu lösen. Und auf die Spitze getrieben hat das unsere Tochter, die hat Mathematik im Bachelor und dann auch im Master studiert. Und wenn ich da mal sage: Nina, kannst du Kopf rechnen? Da sagt sie: Nein, kann ich nicht. Wir haben im Mathe-Studio nicht gerechnet, sondern wir haben uns über abstrakte Konzepte Gedanken gemacht und das hilft ihr heute als Programmiererin, als Entwicklerin für künstliche Intelligenz, sehr abstrakt zu denken. Da muss man mal gucken. Oder wenn … Jetzt war gerade in Spanien, in Portugal war Stromausfall. Das heißt, habe ich im Fernsehen einen wunderbaren Beitrag gesehen. Da hatte jemand dann jemand eine Karte in die Hand gedrückt, weil die Navis gingen ja nicht. Und dann hat er angeguckt: Wo sehe ich denn hier meine Position? Ja, das ist ein bisschen anders, als er das in der vorherigen Welt war und manchmal verlernt man auch manchmal Dinge, aber man kriegt das andere mit dazu.
Jetzt gibt es aber dazu einen wichtigen Appell. Und zwar: Verdummen tut man dann, wenn man das Werkzeug ohne Hirn und Verstand einsetzt. Also wenn ich beispielsweise beim Taschenrechner nicht Punkt vor Strich weiß, dann nützt mir der leistungsfähigste Taschenrechner nichts. Wenn ich ein Navigationssystem füttere und ich füttere eben in Berlin die falsche Straße ein, weil es die gleiche Straße vier-, fünf Mal gibt, dann führt er mich natürlich dahin, was ich eingegeben habe, aber vielleicht die falsche Adresse. So, das heißt, auch die besten Ergebnisse bekommen sie raus, wenn Sie MI und K i miteinander kombinieren. Das ist genau die Idee, dass sie sagen, idealerweise multiplizieren sich die beiden. Und wenn sie 0 mal 100 haben, dann kommt da immer noch 0 raus. Je mehr menschliche Intelligenz sie reinstecken, das ist eben eine Seite des Multiplikators, desto mehr kann auch die K i multiplizieren. Das ist eine Gleichung, die beides dazu gehört. Das ist auch beim Thema Lernen. Hier gibt es immer groß die Diskussion. Da war auch gestern erst ein sehr spannender Post, den ich gelesen habe. Da war es ebenso, dass ich bei diesem Post gelesen hatte: Lernen mit KI kann man jetzt eben unterstützen durch selbstgemachte Videos.
Und das Interessante war: Die meisten haben den Post gar nicht zu Ende gelesen, weil die meisten haben eben gelesen so nach dem Motto: Jetzt machen die Lehrer irgendwelche Videos oder so und die sollen einfach gut erzählen können. In dem Post ging es aber gar nicht darum, dass die Lehrer Geschichtsvideos machen, sondern es ging darum, dass die Kids, ebenso wie man vielleicht früher Referate vorbereitet hat, wie man Kollagen gebastelt hat, jetzt vielleicht ein Video mit Hilfe von KI drehen, wo sie eine Story erzählen, also als ein Beispiel. Und da ist dieser Spieltrieb nutzbar und dafür macht das Sinn. Und beim Thema Lernen eben, wann ist KI eben keine gute Idee? KI ist keine gute Idee, wenn es heißt, Schreib mal eine Hausaufgabe über dieses und dieses Thema und man gibt ChatGPT die Aufgabe: Schreib mal diesen Artikel. Das ist jetzt keine gute Idee. Eine gute Idee ist aber vielleicht zu sagen: Okay, ich habe hier meine erste Version. Die lade ich hoch und dann sage ich: Überarbeitet mir die noch mal, Schrägstrich, noch besser. Wie kann ich diesen Text noch verbessern? Und dann kommen Verbesserungsmöglichkeiten. Und dann hat es eben den Scharm, dass erstens die Note besser wird, weil ich noch mal, bevor die Lehrerin oder Lehrer korrigiert, noch mal eine Korrekturschleife drüber habe.
Und auf der anderen Seite habe ich auch noch mal eben ein zusätzliches Sparring davor. So wird ein Schuh draus. Also nicht Autopilot, einfach sagen: Ich stelle da eine Frage rein, ich kriege eine Antwort. Stichwort Fragen und Antwort. Auch eine gute Idee, nicht nur, aber auch beim Lernen, nicht nur zu sagen: Ich stelle eine Frage an die KI, sondern Liebe KI, stellen mir mal Fragen. Das heißt, Sie Sie könnten zum Beispiel KI auch dafür nutzen, sich für Prüfungen vorbereiten zu lassen, in dem Sinn zu sagen: Ich lade mal hier ein Skript hoch und jetzt Stell mir bitte mal Prüfungsfragen. Und stell mir bitte mal eben eine Prüfungsfrage, bewerte meine Antwort und stell jetzt mir nächste Frage. Und das Gute ist, wenn Ihre Antwort schlecht sein sollte, dann wird die KI im Regelfall nicht sagen: Du bist aber voll Pfostenhaus, gar keine Ahnung, sondern die KI wird im Regelfall sagen: Das war schon mal bis zu einem gewissen Grad schon mal richtig und guckt ihr noch mal dieses und diese an, weil die KI möchte, dass wir sie mehr nutzen und vor dem Hintergrund ist sie eher positiv. Das heißt, es gibt eher positive Rückmeldungen. Das ist beim Lernen eine ziemlich gute Idee.
Mit der KI lernen Sie schneller
Wofür KI auch eine tolle Möglichkeit ist zum Lernen ist mit Notebook-LM von Google beispielsweise alle Lernmaterialen, die man hat, hochzuladen, eben Skripte, die man hat, hochzuladen, eigene Mitschriften. Und dann kann ich YouTube-Links, Webseiten und Texte hochgeben und dann kann man sich beispielsweise einen zirka zehnminütigen Audio-Podcast daraus generieren lassen. Das Schöne ist, man kann sich den in verschiedenen Sprachen ausgeben lassen. Also wenn Sie beispielsweise ein schulpflichtiges Kind haben und das der schreibt in der nächsten Woche eine Physikarbeit und in der übernächsten Woche eine Englischarbeit. Ja, dann kann man sich doch vielleicht den Podcast über die Relativitätstheorie altersgerecht aufbereiten lassen und das Ganze gleich in Englisch. Dann habe ich doch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Also das heißt, das ist so wie auch das Thema Taschenrechner, also wie auch das Thema Google beispielsweise, wo viele gesagt haben, Google ist das Ende der Bildung. Ja, wenn ich nicht weiß, nach was ich suche, dann ist es eine gute Idee, vielleicht das zu lassen. So, das heißt eben auch eine gute Idee. Genauso eben, statt zu googeln, würde ich jetzt nicht in ChatGPT reingehen, sondern ich würde immer empfehlen, in Perplexity reinzugehen. Also Perplexity, dafür gebaut, dass sie hier recherchiert agieren kann, dass ich mir Dinge mit dazu packen kann.
Vielleicht noch zwei, drei andere Ideen zum Thema, wie man KI als Lernbooster auch nutzen kann. Es gibt beispielsweise die Möglichkeit, dass Sie, wenn Sie Filme auf Netflix gucken oder auch auf YouTube, dass man sich die untertiteln lassen kann. Und es gibt Add-ons, da können sie das sogar nicht nur in einer Sprache untertiteln, sondern in zwei. Also unsere Tochter beispielsweise hat gerade gestern einen Japanisch-Test gemacht und hat sich dadurch auch unter anderem vorbereitet, dass sie Manga-Videos geguckt hat auf YouTube und dann hat sie sich die Untertitel in Japanisch gegeben. Das heißt, sie konnten sie Japanisch mitlesen und in Deutsch beziehungsweise in Englisch und konnte dann noch mal auch das sehen. Das heißt, wenn ihr Kind vielleicht das nächste Mal sagt: Darf ich noch eine Folge von meiner Lieblingsserie gucken? Können sie sagen: Jawohl, gerne, aber erstens auch in Netflix kann man ganz häufig die Originalsprache einstellen. Du guckst es bitte in Englisch und nicht in Deutsch und man kann sie eben noch mit den Untertiteln in Englisch und in Deutsch schauen. Also auch eben intelligent, diese Technik zu nutzen, ist eine gute Idee. Auch, Sprachen zu lernen, beispielsweise Smartphones. Ich bin kein Freund davon, Smartphones zu verteufeln.
Ich bin ein Freund davon, Smartphones intelligent zu nutzen. Und häufig ist es ist ja so, dass zuerst mal die Eltern loskommen müssen von diesen Dingern. Wenn die Eltern am Abendbrottisch die ganze Zeit noch in der Kiste hängen, dann brauche ich mich nicht wundern, dass die Kids das nachmachen. Was da eben interessant ist mit dem Sprachmodi, kann ich mir im ChatGPT beispielsweise den Sprachmodus anmachen und jetzt kann ich sagen: Du bist mein Englisch-Tutor, du heißt Tom und lieber Tom, du stellst mir jetzt Fragen und dann kann man beispielsweise sagen: Ich schreibe nächste Woche eine Prüfung zur Relativitätstheorie. Stell mir doch Prüfungen Fragen zur Relativitätstheorie, neunte Klasse, Gymnasium in Bayern. Mach das Ganze auf Englisch. Ich beantworte das Ganze auf Englisch und hinterher gibt es mir zwei Rückmeldungen. Erstens: Wie gut war die Antwort auf das Thema Physikfrage und wie gut war das Englisch? Und du gehst mir für beides noch mal ein Feedback. Also dafür ist KI total genial als KI-Tutor. Und wo hat man jemanden, der gleich sofort eine wertschätzende und positive Rückmeldung eben auf zwei Sachen gleichzeitig geben kann auf dem Thema KI und auf dem Thema Englisch? Und dann kann ich am Ende noch mal sagen: So, jetzt haben wir irgendwie vielleicht 20 Minuten, haben wir uns unterhalten über das Thema.
KI als Sparringspartner nutzen
Jetzt gib mir bitte noch mal zusammengefasst noch mal die Tipps, die du mir gegeben hast zum Thema: Wo gucke ich vielleicht noch mal rein im fachlichen Thema? Wo gucke ich vielleicht noch mal rein im Bereich der Sprache? Also hier das wirklich als Sparringspartner zu nutzen. Also dann wird da ein Schuh draus. Oder eben für Sprachenlernen Duolingo, liebe ich beispielsweise … Also das heißt, auch hier ist KI schon mit dabei, mit Aussprache, Ergänzungen, mit spielerischen Elementen, die man mit dabeihat. Deswegen ist für mich KI nicht der Tod des Lernens. Es ist der Tod dann, wenn ich sage, statt zu lernen, gehe ich dort rein und wenn ich in Perplexity beispielsweise reingehe, habe ich eine Frage und dann kommen gleich weiterführende Fragen, in die ich reingehen kann. Die Perplexity-Ergebnisse kann ich wunderbar wieder in Notebook LM reinpacken. Bei Notebook-LM übrigens nutze ich ganz häufig auch auf dem Smartphone. Gibt es als App. Habe ich eine interessante Studie gefunden, die ich durchlesen möchte. So was mache ich. Ich lade mir die 52-Seiten-wissenschaftliche PDF einmal in Notebook-LM hoch und dann macht er mir daraus einen 10-minütigen Podcast als Interview-Episode und das höre ich mir beim Joggen dann eben einmal auf Englisch an.
Da ich regelmäßig auch Vorträge auf Englisch halte und in auch englischsprachigen Management-Workshops, ist es so, dass ich mein Englisch damit auch gleich trainieren kann. Und dann ist es oft so, dass ich, selbst wenn ich ein Papier lese, wenn ich es mir vorher als Interview schon mal angehört habe, dann weiß ich doch, was es geht. Und Sie wissen vielleicht, ich bin ja Speedreader. Das heißt, eine Idee des Speedreadings ist ja auch, ein Dokument nicht nur einmal zu lesen und nur 10% zu verstehen, sondern es fünf, sechs, sieben Mal zu lesen. Und wenn man es vielleicht vorher einmal gehört hat, dann brauche ich vielleicht nur noch drei, vier Durchgänge und kann deutlich mehr memorieren. Und gerade bei etwas zähem Stoff kann das eben Ihnen dabei helfen, sich in Sachen reinzufuchsen. Ab und zu muss man sich ja in so Sachen wie ein AI-Act rein fuchsen oder in Datenschutzgrundverordnung, DSGVO, GDPR oder sonstig oder NIST oder Dora oder wie wie es in ganzen schönen Regularien heißt. Kann man sich alles hochladen, beispielsweise im Notebook-LM. Hört einfach mal während der Autofahrt einen Podcast oder Bücher, die lade ich teilweise kapitelweise hoch und habe ich für jedes Kapitel habe ich ein Interview und dann habe ich eben Beispielsweise bei zehn Kapitel habe ich zehn mal zehn Minuten, wo ich ein Interview dazu habe und dann brauche ich das Buch nur noch speedreaden und habe das sofort noch mal präsent.
Fazit
Also Sie sehen, macht KI dumm? Nein, KI macht nicht dumm. Sollten Sie schulpflichtige Kinder haben, dann habe ich einen ganz neuen KI für Schulkinderkurs. Den habe ich gemeinsam mit dem Jens Vogt vom LERNCafé entwickelt. Ich packe Ihnen unter dieses, gleich in die Kommentare, unter diesem Link in Live, packe ich Ihnen mal den Link. Hinter diesem Link finden Sie einmal eine etwas über eine Stunde lange zusammen, eine Aufzeichnung von dem Webinar zum Thema Lernen mit KI und auf der Seite finden Sie auch einen Link, wo Sie noch zum Sonderpreiskosten 497 Euro über das Lernencafé für 197 Euro noch mal einen KI-Kurs für Schulkinder sich holen können. Sie haben aber auch eine KI-Tool-Liste, also entweder selbst machen oder mit Unterstützung. Es ist nicht wichtig, ob Sie den Kurs bei mir kaufen oder nicht. Wichtig ist, dass Sie sich für sich und mit Ihren Kindern mit dem Thema KI beschäftigen, denn es ist nicht so, dass die KI Menschen ersetzt, sondern Menschen, die KI intelligent nutzen, die werden Menschen ersetzen im beruflichen Umfeld, die eben KI nicht nutzen. Umso wichtiger ist es heute und in Zukunft, KI ready zu sein. Und dabei unterstütze ich Sie von Herzen gern.
Ihr Personal-IT-Coach für Führungskräfte und auch Vater einer Tochter, deswegen auch lernbegeisterter Coach für Kinder Thorsten Jekel.
