Microsoft Cowork: Wenn KI zuarbeitet

Einführung
Schön, dass Sie wieder mit dabei sind bei einer weiteren Folge von TJs Technology Tuesday. Heute zum Thema Cowork in Microsoft 365. Was heißt das? Vielleicht haben es die ein oder anderen von Ihnen mitbekommen, das Thema KI geht ja in mehreren Entwicklungsstufen.

Die Entwicklungsstufen des Themas KI im Unternehmenseinsatz

Und die erste Entwicklungsstufe des Themas KI im Unternehmenseinsatz ist ja, dass man gesagt hat: Okay, ich habe Chatbots, und diese Chatbots frage ich einfach. Also so, wie man es von ChatGPT kennt sozusagen: Ich stelle eine Frage, ich kriege eine Antwort. Die nächste Stufe ist ja, dass man sich diese eigenen speziellen Chatbots noch mal baut und die fragt, sodass man die nicht jedes Mal noch mal neu füttern muss. Dann ist die nächste Stufe, dass ich bestimmte Automatisierungen habe, die ich entweder im Hintergrund laufen lasse, so wie ich das jetzt beispielsweise mit Power Automate eben machen kann oder mit Diensten wie n8n. Oder es gibt die Möglichkeit, dass ich mit diesen Cowork-Diensten, die eben Claude beispielsweise mit Cowork hat, dass sie sagen kann: Lass die Kiste bestimmte Dinge selbst machen, auch gegebenenfalls sogar regelmäßig.

Die Möglichkeiten bei Claude: Chat, Cowork und Code

Ich schalte mal ganz kurz um, wie das bei Claude ausschaut. Bei Claude gibt es ja, wenn man die bezahlte Version hat, die Möglichkeit, dass man hier dann umschalten kann zwischen dem Chat, zwischen Cowork und zwischen Claude Code. Code ist so die Nerd-Variante, wo man ganz tief ins Terminal reingeht. Cowork ist die Variante, also das heißt hier, wenn ich schaue: Code ist ein Tief-rein-Terminal. Cowork ist das, was eben das Mittelding ist, wo ich dann eben Sachen machen lassen kann. Und das Spannende ist, dass, wenn man das ja tut mit diesem Cowork, dann arbeitet man eben auf Verzeichnissen auf dem Rechner. Und das ist natürlich eine Frage: Wie sicher ist der ganze Spaß? Und wenn ich das eben ganz mal extrem hochtreibe zum Thema OpenClaw: Sie erinnern sich, CloudBot, MoldBot, OpenClaw heißt es jetzt, dieser komplett autonome Agent, wo ich ja schon mal darauf hingewiesen habe, dass es hier einfach hochgefährlich ist, dieses Thema auf Ihre Systeme komplett draufzulassen.

Deswegen arbeite ich eher produktiv nicht mit dem MoldBot. Den habe ich natürlich auch für Testinstanzen, teste den immer, aber produktiv nicht. Was ich produktiv nutze, ist, dass ich selektiv Claude Cowork nutze, dass ich beispielsweise sage: Ich habe hier eine Präsentation, die ist in Englisch, übersetze die mit dir auf Deutsch. Ich habe hier bestimmte Dinge, die ich umbauen möchte. Ich habe hier bestimmte News, die ich mir regelmäßig reinziehen möchte. Also Dinge, die ich mir regelmäßig reinziehen mag.

Und das gibt eben den Ansatzpunkt, dass ich sage: Claude mit seinem Cowork, das macht es.

Das Computer von Perplexity

Es gibt einen weiteren Ansatzpunkt von einer Firma, die Sie von mir auch schon öfter gehört haben, und zwar den Ansatzpunkt, den wir hier haben von Perplexity mit Computer. Da ist die Idee: Aktuell braucht man dafür noch den Account für 200 €. Der wird aber zeitnah auch für die normalen Pro-User wie mich verfügbar sein, mit Credits. Hier kann ich auch sagen, er arbeitet eben eigenständig.

Comet – Browser und KI-Agent in einem

Es gibt ja dazu schon etwas länger von Perplexity die Möglichkeit, dass ich den Komet-Browser nutze. Und der Komet-Browser ist ja noch mal ein spezieller Browser, wo ich bestimmte Dinge automatisiert machen kann. Da habe ich ja dann die Möglichkeit, dass ich beispielsweise — ich nehme ihn mal auf den Schirm, dann sehen Sie es auch hier — hier habe ich den. Hier habe ich immer einen Assistentenmodus, und jetzt könnte ich beispielsweise sagen: Mensch, such mir hier bestimmte Leute, eben mach mir bestimmte Kontaktanfragen. Hier sieht man, da gibt es sogar schon Vorschläge, was man in LinkedIn dort alles machen kann mit diesem Browser. Also ein agentischer Browser. Sehr, sehr gut.

Das Wave 3 von Microsoft

Die Idee von Microsoft ist jetzt folgendes: Die haben gesagt, wir integrieren die Technologie von Claude Code von Anthropic, die ja ohnehin schon ethisch so sauber formatiert sind, dass sie sagen: Unsere KI hat klare Grenzen, Guardrails. Sie erinnern sich vielleicht an die Diskussion mit dem Pentagon, auf die ich in einer der letzten Episoden darauf hingewiesen hatte. Und die integrieren sie jetzt so in ihr System, dass sie sagen, es gibt eben diese agentischen Funktionen. Und wenn man sich diese agentischen Funktionen anguckt, dann wird es eben — sie nennen es hier Wave 3 von Microsoft 365 Copilot.

Und hier steht auch ganz klar und offen drin: erweiterte Modellvielfalt, einmal mit Cloude und dann eben auch — die haben sie schon mit drin — und zu sagen, es wird dann ab dem 1. Mai 2026 auch die Möglichkeit einer sogenannten E7: Frontier Suite geben. Die kostet dann 99 €. Und dann ist es so: Also man kann es auch für 15 € praktisch separat buchen. 99 € wäre praktisch die Komplett-Suite, und dann hätte ich eben diese agentische Suite noch mal mit dabei.

Agentisch — also hier auch noch mal, da haben sie es noch mal auf der amerikanischen Seite dargestellt. Die Links packe ich auch gerne noch mal zu dem Post dann gerne noch mit dazu, wo das hier auf Englisch anerkannt wird. Also hier sehr schön: “Intelligence that shows up in real work”. Das heißt, die Idee, dass ich eben sage: Ich habe die Möglichkeit, dass ich hier die Kiste autonom arbeiten lassen kann.

Hier noch mal ganz interessant: Es gibt auch eine Seite — hat mir freundlicherweise der Colin Croome vorletzte Woche auch rübergeschickt. Schönen Gruß an dich, lieber Colin. Ja, auch einer der digitalen Vorreiter, der hier immer ganz vorne ist, gerade auch zum Thema Metaverse beispielsweise, wo ich immer sage: Die Produktivität ist beyond the hype. Also wenn Sie zum Thema Metaverse auch einen Experten haben wollen, da ist Colin Croome sehr zu empfehlen.

Das Copilot Cowork

Ja, dann eben bei Cowork. Und das ist eben ganz entspannt: a new way of getting work done. Also hier eben build to help, to take action, not just chat. Und das ist genau die Idee, dass ich sage: Dieses Ding soll halt auch was tun. Also das heißt hier eben beispielsweise den Kalender aufräumen, Sachen eben neu planen, umplanen. Und das Ganze eben immer so, dass es auf den Kontext zurückgreift, auf den eigenen. Also immer so die Idee: Ich kann eben mit der Kiste auf meine Themen zurückgreifen. Also auch hier zum Beispiel Dokumente erzeugen und solche Sachen.

Also das finde ich wirklich cool. Hier gibt es auf dieser Seite auch Videos, da kann man sich das Ganze auch noch mal anschauen. Ich schmeiße mir ein Video an. Also hier sieht man, dass er eben hier reingeht, dass man dann in diesem Bereich eben sagen kann: Was sollst du tun? Und dann gibt es eben hier immer noch mal die Rückmeldung, wo er dann auch sagt, was es eben für Hintergrunddinge gibt, und wo man dann noch mal nachfragen kann und die ganzen Dinge. Und fragt eben auch noch mal danach, was intelligent ist. Also ich finde es ziemlich smart, wo er dann also auch noch mal in die Erweiterung praktisch zum Thema Researcher geht, wo ich ja beim Researcher auch schon sagen kann, ich möchte meine eigenen Informationen dort mit reinnehmen. Und hier noch mal ein Stück weiter, dass ich sage, er arbeitet praktisch in dem Bereich noch mal wirklich dazu. Genau. Ich gehe mal hier wieder raus aus diesem Dings.

Das heißt, hier auf der Seite sieht man eben sehr, sehr schön diese verschiedenen Bereiche, wo ich sage: Was kann man damit machen? Und ähnlich, wie man es eben von Cowork kennt, dass ich hier auch sagen kann: Ich kann in bestimmten Ordnern arbeiten. Und das Schöne ist eben, dass ich halt bei dieser Lösung von Microsoft das Ganze immer im Kontext meiner Mandanten habe.

Die Datensicherheit und der Datenschutz bei Microsoft-365

Also Cowork heißt ja: Ich kann natürlich auch meine Microsoft-365-Daten verbinden. Also ich könnte jetzt mein Outlook damit verbinden, ich könnte mein SharePoint mit verbinden. Dann bin ich aber immer auf den Servern von Anthropic. Und die Idee von Microsoft ist zu sagen: Wir integrieren praktisch diese Möglichkeiten, aber es läuft eben auf unseren Servern.

Jetzt müssen wir mal gucken. Dazu eben, gibt es sicherlich noch mal auch Kollegen, die das noch mal intensiver checken, bis es im Mai kommt, inwiefern die Sachen in Deutschland dann auch auf deutschen beziehungsweise europäischen Servern laufen. Sie haben es vielleicht mitbekommen: Bis 2028 wird es westlich von Köln auch von Microsoft deutsche KI-Rechenzentren geben. Da wurden gerade vor zwei Tagen die ersten Spatenstiche getätigt.

Also die Idee ist auch, dass Microsoft dort KI-Rechenzentren in Deutschland noch aufbauen wird. Heute ist es so, dass die Daten, die Sie in Microsoft 365 haben, in Deutschland liegen. Die KI-Verarbeitung läuft in Irland aktuell — immerhin noch innerhalb der EU — aber die Daten bleiben in Deutschland.

Und die Frage ist ja immer zu sagen: Oh, KI mit Microsoft darf ich nicht tun. Dann sage ich: Dann dürften Sie vielleicht auch nicht Ihre E-Mails über Outlook schreiben. Und das meine ich durchaus ernst. Das heißt, man muss hier logischerweise auch gucken: Gibt es Alternativen wie Nextcloud beispielsweise? Wo ich jetzt vor kurzem erst wieder ein Video gesehen habe, auch von Heise, die ja c’t beispielsweise als eine tolle Publikation rausbringen. Und da kann man mittlerweile eben auch sehr, sehr gut mit arbeiten, auf eigenen Servern, auf in Deutschland gehosteten Servern. Also es gibt durchaus Alternativen. Allerdings ist eben die Leistungsfähigkeit von Microsoft 365 aus meiner Sicht immer noch dort unerreicht, der Komfort.

Und ich finde den Ansatzpunkt sehr, sehr gut, eben zu sagen: Wir integrieren andere Lösungen, andere Modelle auf zwei Wegen. Also es gibt einmal die Möglichkeit, dass Sie beim Copilot natürlich schon das neueste OpenAI-Model drin haben, also 5.3, 5.4 — kriegen Sie alles im Copilot. Da ist es übrigens so, dass nicht weitergeleitet wird an die USA, sondern da ist es so, dass diese Modelle auf den eigenen Rechenzentren installiert sind. Und dann gibt es die Möglichkeit, noch Modelle wie Anthropic eben auch anzupflanschen. Dann wird aber weitergeleitet Richtung USA, da kriegen Sie auch einen Hinweis. Kann man auch wegadministrieren.

Und eben der Punkt, wie wir es jetzt haben, dass wir sagen: Diese Möglichkeiten wie den Agenten werden dann eben mit integriert. Und das ist natürlich cool, weil ich dann die Möglichkeit habe, die Funktionalität, die Produktivität von Claude Code und von Claude Cowork letztendlich in der Microsoft-Welt zu haben.

Denn aus meiner eigenen praktischen Erfahrung muss ich ganz ehrlich sagen: Ich arbeite sehr, sehr viel mit Claude Code und mit Claude Cowork, weil es einfach sehr, sehr produktiv und sehr, sehr schnell ist. Also meine Hoffnung ist auch, dass Microsoft ein Stück weit die Technologie von Anthropic übernimmt, da wo sie heute mit dem Agent Mode in Excel und in PowerPoint arbeiten.

Denn ich kann mit dem Agent Mode jetzt mittlerweile Excel-Dateien bearbeiten, ich kann PowerPoint-Dateien bearbeiten. Aber da sind die Plugins von Anthropic signifikant weiter.

So wie ja jetzt auch beispielsweise Apple eben in der Zusammenarbeit mit Google gesehen hat: Okay, Google kann das Thema KI vielleicht noch ein bisschen besser. Das heißt, Apple wird hier dedizierte Rechenzentren, die physisch bei Google stehen werden — witzigerweise — aber eben dedicated for Apple dort einsetzen. Und Microsoft ist so, dass die diese Sachen in die eigenen Dienste hier noch mal mit integriert.

Fazit

Ja, sollten Sie zum Thema Microsoft 365 wirklich produktiv Unterstützung benötigen: Sie wissen, meine Mission ist, Microsoft 365 und KI von aller Munde in alle Hände zu kriegen. Wenn Sie da Unterstützungsbedarf haben — als Sparringspartner, als Vortragsredner, als Trainer, als Berater — dann freue ich mich, wenn Sie mich ansprechen.

Ihr Thorsten Jekel.

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