Einführung
Herzlich willkommen zu einer weiteren Episode von TJs Technology Tuesday. Heute einmal zu einer Frage, die ich sehr häufig gestellt bekomme: Wenn ich in der Bahn bin, ist das Internet so langsam? Wie kriege ich das denn schneller? Diejenigen, die mich schon länger kennen, wissen, ich mache 95% meiner Businessreisen mit der Deutschen Bahn. Ich finde, ja, sie ist nicht immer 100% pünktlich, aber wenn ich das vergleiche zu Verkehrsmitteln, wo ich im Stau stehe oder lange Pufferzeiten für die Security einplanen muss, dann kenne ich beispielsweise kein anderes Verkehrsmittel, wo ich von Berlin nach München in vier Stunden City-to-City reisen kann. Und wenn ich das tue, dann habe ich vier Stunden, die komplett produktiv sind in dem Moment, wo ich in den Zug einsteige, dann kann ich eben sofort arbeiten.
Mein Setting für den Internetempfang im Zug
Ich tue das mit idealerweise einem Setting, wo ich hinter mir eine Holzwand habe. Man kann ja beim Reservieren die Plätze auch auswählen – und ich habe dann immer noch eine Blickschutzfolie drauf, dass eben mein Nachbar, der neben mir sitzt, nicht drauf gucken kann. Was die meisten machen, sie gehen erst mal ins WLAN. Das ist im Regelfall keine gute Idee, denn im Zug schauen dann doch viele noch mal Filme und Serien, und das ist nicht so wahnsinnig schnell.
Die zweite Strategie, die viele Leute haben, ist, dass sie sagen: Ich habe doch so ein aktuelles iPhone, da habe ich doch 5G, und dann kann ich mich mit meinem eigenen Hotspot verbinden. Jetzt ist das Problem bei den ICE: Ist, dass diese Scheiben bedampft sind mit Metall, und die blocken diese Mobilfunkstrahlen ab. Die nächste Generation für die ICE, es wird Scheiben haben, wo diese Bedampfung durch so Schlitze ersetzt werden wird. Da werden praktisch Zwischenräume drin sein, dann wird das normale Mobilfunksignal besser durchkommen. Also liegt nicht nur an dem Thema Bahn, nicht nur an dem Thema, dass zu viele Leute ferngucken, sondern an diesen bedampften Scheiben. Jetzt gibt es aber einen tollen Trick, und zwar: Ich habe hier den Netgear Nighthawk, und dieser Netgear Nighthawk ist ein Mobilfunk-Router, und diesen Mobilfunkrouter, der hat eine SIM-Karte drin. Ich habe einen Telekom-Vertrag, die MagentaMobil Max Flat, also den höchsten Bereich, kostet irgendwie 80, 90 Euro im Monat, und dafür habe ich mehrere Zusatzkarten. Eine von diesen Zusatzkarten ist in diesem Netgear Nighthawk. Und dann ist es so, dass ich das verbinden kann mit meinem PC, mit meinem iPad, mit meinem Mac.
Netgear Nighthawk 5G Router
Ich habe mal hier dieses Modell mitbekommen, dass ihr mal seht, wie das aussieht. Also so schaut das aus von Netgear. Die Dinger sind nicht ganz billig, die kosten so die 600, 700 Euro. Nur während mein Nachbar in der Bahn wieder darüber jault und auf LinkedIn postet, wie schlecht die Internetverbindung im Zug ist, bin ich als Teilnehmer in einem Teams-Call drin und habe da kein Problem. Also den Unterschied: Ich habe einen 15 MX Pro, das ist wirklich ein gutes LTE-Modul und 5G-Modul, was da drin ist, aber diese Kiste hat noch mal deutlich mehr Wumms. Also oft ist es so: Ein Balken auf dem iPhone, fünf Balken, die ich hier noch mal habe. Ich nutze dieses Ding auch sehr gerne, wenn ich eben Trainings gebe, wenn ich Vorträge gebe aus Hotelzimmern, was ich häufig mache, und dann ist es so, dass ich mich nicht aufs Hotel-WLAN verlassen muss, sondern hier bis zu 32 Geräte, glaube ich, anschließen kann. Steht da, genau. 32 Geräte kann ich gleichzeitig anschließen. Also ich habe meinen Rechner, ich habe mein iPad dran, ich habe mein iPhone dran, kann damit auch über Reflector Dinge eben drahtlos freigeben. Auch wenn ich auf Vorträgen beispielsweise bin, dann ist es so, dass ich vielleicht beim Technikcheck noch eine komplette, tolle Mobilfunkverbindung oder WLAN-Verbindung im Hotel habe, und dann gehen 600 Leute ins Hotel-WLAN rein, die im Publikum sitzen, und ich bin wieder auf Zero.
Somit habe ich den immer vorne bei mir auf der Bühne. Da habe ich mein eigenes Internet und bin nicht abhängig von einem anderen. Also das ist Nummer eins, den kann ich sehr empfehlen. Ich habe mir den Schmerzherz nicht nur einmal gekauft, sondern ich habe ihn mir zweimal gekauft, weil ich ihn blöderweise einmal im Zug habe liegen lassen. Deswegen, was ich mittlerweile draufhabe, ist so ein Aufkleber mit meinem Namen, mit meiner E-Mail-Adresse und mit meiner Handynummer, dass ich es dem ehrlichen Finder auch ermöglichen kann, mir den wieder zurückzugeben. Ich habe noch einen zweiten, den ich mit dabeihabe, diesen zweiten, das ist ein Glocal.
Tragbarer mobiler WLAN-Router GlocalMe
Und der Glocal eben ist so, nicht Global, sondern Glocal. Gucken wir mal, wo wir ihn finden. So. Glocal-router. So, da haben wir ihn, GlocalMe. Das ist dieser Router, den ich auch noch mit dabei habe, wenn ich im Ausland unterwegs bin. Und ich zeige Ihnen einmal, wie der aussieht. Der schaut so aus. Und dieser Glocal-Router, also ungefähr so groß, der hat eben auf der einen Seite eine SIM-Karte drin, und der hat eine e-SIM-Karte drin. Die SIM-Karte, da habe ich eine Vodafone-Karte drin. Das heißt, mit der Vodafone-Karte ist es eben so, dass ich hier eben noch mal, wenn die Telekom patzt, über die Vodafone noch mal eine Verbindung habe, und dann kann ich umschalten auf e-SIM.
Und ich war letztes Jahr auf einer Konferenz in București beispielsweise als Redner, und dann habe ich schon zu Hause über meine Smartphone-App von GlocalMe den Tarif für Bukarest, für Rumänien gewählt, und dann hatte ich eben dort sofort Internet. Jetzt sagen viele von Ihnen hier: Moment mal, ich kann mir doch lokal am Flughafen eine SIM-Karte kaufen. Ja, ist nur blöd, wenn Sie irgendwie mit dem letzten Flieger reinkommen, die Shops alle schon zu haben, und man die Sprache vielleicht nicht spricht, die auch nicht immer die Sprache sprechen, weil man nicht weiß, welche Karte man nimmt. Und vor dem Hintergrund kann ich das wählen. Ich kriege eine vernünftige Rechnung, und die kriege ich auch in die Buchhaltung rein. Also das Ding ist wirklich gut. Und den Netgear kann ich eben verbinden mit dem PC per WLAN oder per LAN-Kabel. Das Ding kann ich verbinden per entweder WLAN oder per USB. Und weshalb sage ich auch hier über diese verschiedenen Verbindungswege: Es gibt eine weitere Software, die ich sehr empfehlen kann, und diese Software heißt Speedify. Und die Idee von ihr ist, dass sie mehrere Leitungen verbinden und bündeln kann. Das ist eine Software, die gibt es für Windows, und die gibt es für den Mac.
Mit Speedify kombinieren Sie mehrere Internetverbindungen gleichzeitig
Und was diese Software eben kann, ist, dass ich sage, ich hänge eben meine Netgear Nighthawk beispielsweise, hänge ich über WLAN dran. Ich hänge den Glocal über USB dran, und dann habe ich noch eine Festnetzverbindung, die ich per LAN-Kabel dranhänge. Diese drei Verbindungen kann ich in Speedify koppeln. Und dann ist es so, dass ich eben hier auf dem Gerät dann eine Übersicht habe, die mir diese praktisch bündelt. Und das Schöne ist, ich kann dann eben, kann das Ganze auch testen, und das Schöne ist, er macht eben in dem Moment, wo alle Verbindungen da sind, ist es so, hier kann ich also verschiedene Verbindungen eben miteinander koppeln. In dem Moment, wo alle Verbindungen da sind, ergänzt er die. Das heißt, dann wird das Ganze flotter. In dem Moment, wo eine Verbindung südwärts geht, dann ist es eben so, dass er das Ganze dann ausfallsicher macht. Also ich war beispielsweise in unserer Ferienwohnung auf Wangerooge, vor kurzem, und da gab es eine Telekom-Störung. Und dann hatte ich in einem Webinar, was ich gegeben habe, hatte ich, weil ich wusste, wir haben irgendwie eine wackelige Leitung, Speedify aktiviert, hatte unser DSL in der Ferienwohnung per LAN-Kabel angeschlossen, also Netzwerkkabel – drahtlos macht drahtlos –, und den Netgear Nighthawk hatte ich per WLAN.
Das kompakte Starlink Mini
Und in diesem Stunden-Webinar hatten wir über 400-mal den Fall, dass er eben von einer Leitung auf die andere geswitcht ist. Und ich habe noch eine weitere Komponente, und eine weitere Komponente, die ich auf der Reise vor allen Dingen nutze und sehr empfehlen kann mittlerweile, ist Starlink. Und bei Starlink gibt es eben mittlerweile für die Reise diese Starlink Mini. Hier sieht man die Größe. Das Ding ist wirklich relativ kompakt. Und ich habe diesen Reise-Unlimited-Tarif. Bei mir kostet der noch 72 Euro, mittlerweile kostet der 89. Wenn man sagt, 50 Gigabit reicht mir im Regelfall, dann eben kann ich den kleinen nehmen. Ich sage immer Unlimited, weil ich eben unterwegs viel mache. Und ich habe ein Office-Mobil, und in diesem Office-Mobil ist es so, da habe ich hinten einen Arbeitsplatz, und da hatte ich jetzt erst am letzten Sonntag ein Seminar daraus gegeben, viereinhalb Stunden. Und dann hatte ich oben in dem Dachfenster, in diesem transparenten Heck-Dach, hatte ich das Starlink drin reingeklemmt, mit einem LAN-Kabel verbunden mit meinem Rechner, den Netgear Nighthawk verbunden und mit Speedify gekoppelt. In den viereinhalb Stunden hat er 110-mal hin- und hergeschaltet. Also wenn Sie beispielsweise mit dem Starlink durch den Tunnel fahren, dann ist die Verbindung halt abgebrochen.
Nie wieder schlechte Internetverbindung erleben
Also während der Fahrt funktioniert das wunderbar. Also man kann mit Starlink während der Fahrt im Internet sein, geht auch mit dem Nighthawk wunderbar. Beim Nighthawk kann man noch extra Antennen dranhängen, habe ich nicht. Einfach nur die normalen reichen völlig. Ich würde aber eben immer, wenn es darum geht, dort eine hohe Ausfallsicherheit zu haben, empfehlen, beides zu haben. Deswegen habe ich beides. Wir haben es auch schon für Livestreams genutzt, dass wir eben mit Starlink, mit LAN-Verbindung, mit WLAN-Verbindung gekoppelt haben. Ich erinnere mich immer noch an Livestreams, die wir hatten bei Toyota in der Pandemie, als wir dort gestreamt haben, an 600 Fachhändler, Toyota-Autohändler rausgegangen sind. Da hatten wir die Situation, dass es der erste Tag war, wo man sich in NRW für die Corona-Impfungen anmelden konnte. Und als das losging, ist das gesamte Internet irgendwie zusammengebrochen gefühlt. Wir hatten aber vier Leitungen gebündelt, und somit sind wir eben auf Sendung geblieben. Also deswegen eine Variante. Also nicht motzen darüber, dass das WLAN so schlecht ist im Hotel oder in der Bahn, sondern dafür sorgen, dass Sie Ihr eigenes mit dabeihaben, und die Kombination aus Netgear Nighthawk, das wäre die Mindestkonstellation, eben Speedify, Dinge zu bündeln, dem Glocal, wenn man viel unterwegs ist, und Starlink noch mal, gerade wenn man auch international vielleicht mit dem Wohnmobil beispielsweise unterwegs ist, wunderbare Empfehlung.
Fazit
In diesem Sinne, dieses Mal wieder eine etwas technische Episode oder, weil Sie wissen ja, ich habe ja diese zwei Standbeine. Das eine, dass ich eben ein IT-Nerd bin, der sich wirklich in den Einstellungen auskennt. Auf der anderen Seite eben GmbH-Geschäftsführer, langjähriger Mittelstand Manager, Executive MBA bei Tchibo eben lange Jahre Management gewesen.
Das heißt hier einfach die Kombination aus dem Thema IT und Management, denn diese beiden Welten, die oft auseinanderlaufen, verbinde ich für meine Kunden gerne wieder als Personal-IT-Coach für Führungskräfte. Und dabei wünsche ich Ihnen von Herzen viel Erfolg.
Ihr Thorsten Jekel
