Rückblick auf Ignite – die Developer-Konferenz von Microsoft

Einführung

Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von TJs Technology Tuesday. Und heute einmal mit den neuesten News von Microsoft. Weshalb ist es so relevant? Aus zwei Gründen. Zum einen haben sicherlich die meisten von Ihnen Microsoft 365 im Einsatz. Zum zweiten gab es letzte Woche die Ignite. Die Ignite ist die Developer-Konferenz. So ein bisschen wie die WWDC von Apple ist das die Ignite von Microsoft, bei der die wesentlichen Neuerungen vorgestellt werden. Und hier ist es ähnlich wie bei Apple: Es gibt eine Starting-Keynote, die auch für nicht-Technikfreaks einigermaßen verständlich ist, bis auf so ein paar Ausnahmen. Und dann geht es in die Developer-Sessions, wo es dann sehr tief in den Maschinenraum reingeht. Da ich ja Personal-IT-kundige Führungskräfte bin, gebe ich Ihnen hier einmal in bewährter, knackiger Form mal die für Sie relevanten Dinge, die Microsoft vorgestellt hat und was das für Sie als Geschäftsführer, als Vorstand, als Unternehmensverantwortlicher oder -verantwortliche heißt. Und dazu habe ich ein paar Screenshots gemacht von der Präsentation. Das war ein ganz vernünftiges Setting hier, entsprechend mit dabei, aber eben auch inhaltlich hochinteressant. Ja, was dort Microsoft sehr schön vorgestellt hat in diesen drei Blöcken mit dem Oberbegriff „Democratizing Intelligence is Human Ambition – Co-Pilot-Agent-Ecosystem“.

Welche sind die führenden Unternehmen zum Thema Künstliche Intelligenz?

Bevor sie losgelegt haben, haben sie gesagt: „Was sind denn Frontier-Firms? Also Firmen, die wirklich vorne sind.“ Da haben sie gesagt, es gibt auch mit der Unterstützung einer IDG-Studie drei Arten von Unternehmen. Die einen Unternehmen, die gucken erst mal zu und sagen sich: „Das ist mit dem Thema künstliche Intelligenz. Wir machen erst mal gesunden Menschenverstand und künstliche Intelligenz, das geht wieder vorbei.“ Die zweiten nutzen eben KI, dass sie mal ein bisschen was ausprobieren, da mal ein bisschen was machen, da mal was machen, da mal ein bisschen machen. Und die Frontier-Firms, die sind sehr konsequent und die sagen, das Management ist human. Also die Entscheidungen werden von Menschen getroffen und das komplette Doing, soweit es irgendwie geht, wird komplett von Maschinen, von Agents übernommen. Und damit sind die Frontier-Firms dreimal so profitabel wie diejenigen, die nur zugucken. Also vor dem Hintergrund, das ist nicht nur ein Nice-to-have, sondern wenn man es konsequent umsetzt, eben ein signifikanter Hebel auf die Profitabilität. Was sind denn die drei Bereiche, die Microsoft im ersten Schritt einmal vorgestellt hat? Zu sagen, eben Human Ambition geht es darum, eben zu sagen, das richtige strategische Mindset zu haben.

Genau das, was ich gesagt habe. Das zweite, dass der Co-Pilot verbessert wird und dass es ein komplettes Agenten-Ecosystem dort entsprechend mit dabei geht. Ja, und wenn man hier in den Bereich Co-Pilot anguckt, dann sind es immer drei Dinge. Das heißt, das ist auf der einen Seite die Frage, wie gut die Daten sind auf der Basis des Trainings und auf Basis dessen, der Co-Pilot arbeiten kann. Wie kann der Logik daraus machen und wie kann er sich das merken? Und hier sind zum einen mit OpenAI, mit dem 5.1-Modell von ChatGPT, dort natürlich die Kontextfenster größer geworden auf eine Million und Microsoft hat also noch mal sehr klar auch die Strategie umgesetzt und das auch gezeigt auf der Ignite, dass es eben darum geht, dass der Co-Pilot noch besser den gesamten Unternehmenskontext mit versteht. Da geht es eben rein. Sie nennen das Work IQ, wie ich finde, eine intelligente Bezeichnung, so wie auch der Co-Pilot schon eine gute Bezeichnung ist, denn der Co-Pilot ist kein Autopilot, sondern ein Co-Pilot. Ja, das Ganze eben integriert in die nicht nur Microsoft-Applikationen, sondern auch anderen Datenquellen, die es im Unternehmen gibt. Und übrigens auch schon mal ein Hinweis: Diejenigen, die bisher immer daran verzweifelt sind, dass wenn man in Word rechts oder in Excel rechts irgendwie ein Kommando gegeben hat mit der Bitte, dass der mit der Datei was tun soll, das ist etwas, was jetzt zeitnah eingeführt wird, was dort an Neuerungen mit dazukam.

Work-IQ für Custom Agents

Und natürlich ist es immer so, das, was auf den Keynotes präsentiert wird und das, was ankommt, ist immer mit einer gewissen Zeitverzögerung versehen. Die gute Nachricht, wenn ich mir angucke, wann die ersten Ankündigungen von Apple AI kamen und was so wo man langsam mal auf dem iPhone ankommt, da ist Microsoft sogar eine ganze Ecke schneller in dem Bereich, was dort schon da ist und was ankommt. Das heißt, die Idee eben Work IQ zu sagen, ich kann mit den gesamten Daten, die aus den Office-Applikationen kommen und mit weiteren Daten eben arbeiten und kann das Ganze nicht nur im Rahmen der Office-Applikation machen, sondern eben auch in verschiedensten Funktionen, die heute auf verschiedenste Portale aufgeteilt sind. Also die Idee ist hier, ein Work-IQ zu haben, ein Work-IQ für Custom Agents, dass ich sage, ich kann hier wirklich strukturiert und vernünftig arbeiten und habe eben den Co-Pilot, der im Chat ist, in den Applikationen und auch in den Bereichen der Programmierung und der Administration. Stichwort, wie man mit Word arbeiten kann. Hier kam eine sehr schöne Demo, wo ich sage: „Mensch, fülle beispielsweise Formulare auf der Basis von anderen Informationen aus.“ Das ist etwas, was es zeitnah ergeben wird, was aus meiner Sicht ein total sinnvoller Use-Case ist.

Neuigkeiten zum Thema Sicherheit

Nicht sexy, aber hochproduktiv. Dann haben sie eben gezeigt, auch im Bereich Sicherheit beispielsweise, hier Microsoft Defender mal ein Screenshot, dass eben KI auch dazu genutzt wird, beispielsweise Phishing-E-Mails zu erkennen, dort eben mit KI und der Ergänzung noch mal mit Entscheidungsbäumen, wie ich finde, eine sehr sinnvolle Nutzung von KI, die dann bis hin dazu eben kommt: Ist das jetzt eben etwas, was kritisch ist oder ist es etwas, was unkritisch ist, mit konkreten Handlungsempfehlungen? Ja, was auch besser werden soll, da ist vielleicht jeder schon mal daran verzweifelt, sodass ich natürlich mir über den Researcher, auch schon über den Microsoft-Co-Pilot in der Work-Variante, dass ich mir schon E-Mails zusammenfassen lassen kann, dass ich mir sogar Entwürfe schreiben lassen kann. Der letzte Schritt, der soll jetzt auch noch kommen, dass ich dann auch direkt damit schreiben kann. Also Dinge, die mit Drittdiensten wie Fixer beispielsweise angeboten werden, werden hier sukzessive auch integriert, sodass ich eben Inbox und Kalender, dass ich komplett per Sprachsteuerung praktisch solche Dinge steuern kann. Da tun sich ja selbst die Agents im Copilot Studio, selbst wenn ich das als Tool ergänze, immer noch ein bisschen schwer. Ja, dann eben der Security-Co-Pilot. Hier eben auch sehr, sehr schön, dass ich hier Vorschläge bekomme, dass ich hier eben auch als nicht extremer Profi die Dinge sehe.

Mit Lovable von Microsoft schreiben Sie Applikationen mit Prompts

Hier also auch immer noch mal der Hinweis, hier war so ein Beispiel aus einer Arztpraxis, beispielsweise. Also auch hier die Logik, dass ich beispielsweise, so wie man es vom Plant her kennt, Sprachgesprächsnotizen habe, die integriert werden können von einem System. Sie können heute schon im Studio beispielsweise Voice für Möglichkeiten an eine Copilot als Trigger anbinden und das haben sie hier noch mal gezeigt, wie das intelligenter noch in Applikationen angebunden werden kann. Stichwort „Applikation und Programmierung“. Lovable habe ich, glaube ich, hier auch schon mal was dazu erzählt. Also eine schwedische Plattform, mit der Programme gebaut werden können. Das wird jetzt auch praktisch Lovable von Microsoft eingeführt, dass man mit Prompts Applikationen schreiben kann. Hier hatten sie mal so ein Beispiel eben und Frontier ist praktisch immer dieses, was bei mir in meinem Tenant auch öfter erscheint, als Microsoft „Lovable“ sind so diese Voransichtfunktionen. Und da kann man dann eben mit einem solchen Prompt dann mal eben eine solche Applikation bauen. Dinge, die naturgemäß immer noch so ein bisschen Microsoft-mäßig aussehen. Also da ist Lovable natürlich immer ein bisschen schöner. Und ich werde es aber auch testen, sobald es bei mir verfügbar ist, mal zu gucken, ob ich auch sagen kann, wie bei Lovable: „Nimm dir mal hier beispielsweise die Seite vom Apple iPhone und setz mir dieses UI, also dieses User Interface, dann für meine Applikation um.“

Weitere alternative KI-Modelle (Claude & Co.)

Geh mal davon aus, dass Sie das auch können werden. Also hier wirklich dann einfach auch mal weitere Beispiele und der Copilot Agent auch hier zu erweitern und eine Erweiterung, die ich sehr schön finde: Die Möglichkeit auch, dass man hier nicht nur die Microsoft-Modelle und nicht nur die OpenAI-Modelle, sondern auch andere Modelle nutzen kann. Claude wurde explizit noch mal auf die Bühne sogar geholt, die Firma Anthropic, mit dem Sitz in Paris. Das heißt, hier ein französisches, europäisches Modell, was ihr reinbekommt. Das heißt, die Idee von Microsoft ist einfach – und das finde ich sehr intelligent –, zu sagen, sie sind praktisch diejenigen, die die Arbeitstools und die Arbeitsumgebung zur Verfügung stellt, die sicher abgesichert werden kann, die dann aber offen ist für beispielsweise auch weitere KI-Modelle. Dann auch für das Thema Programmierung, für diejenigen, die mit GitHub unterwegs sind, dort die etwas tiefer reingehen. Da gab es dann auch Sessions, wo man hier merkt, dass die Co-Pilot-Integration in GitHub sogar noch mal ein bisschen besser ist. Und interessant: Ich habe in der Vergangenheit immer gesagt: „Na ja, GitHub und schon cool. Guck dir parallel dazu noch mal Claude im Anthropic an, weil das für Coder eigentlich immer so die Referenz ist.“

Und was hat jetzt Microsoft gemacht? Sie haben eine Kooperation mit Claude. Das heißt, jetzt kann man eben Claude in GitHub nutzen. Das heißt, die „Best-of-Breed“-Welt kommt zusammen. Also hier explizit noch mal: Anthropic, der Traum der Coder, sage ich immer, ist hier mit integriert worden. Das heißt, hier in der Microsoft Foundry, also die Basis, wozu ich gleich noch drei Takte sagen werde, hier gibt es einmal die Möglichkeit, dass ich mir verschiedene Modelle aussuchen kann, also auch Deepseek, ein chinesisches Modell, aber eben das Ganze immer mit den Data-Protection-Boundaries, die ich einstellen kann. Und es gibt auch die Möglichkeit, dass ich dann sogar eben einen Model-Router habe. Und Model-Router heißt, das System und die KI entscheidet ein Stück weit, welches Modell denn für ihre Anfrage gerade das Richtige ist. Und das finde ich mega, weil bei der Fülle von Modellen finde ich es total schwer, gerade wenn ich jetzt auch mal lokale KI-Modelle teste, finde ich es extrem schwer zu entscheiden, welches Modell ist für was. Ich nutze da heute gerne Claude von Anthropic, zu sagen, das ist die Aufgabe: Welches lokale KI-Modell, was ich mir installiert habe, soll ich dafür am besten nutzen?

Und das wird sicherlich auch eine der Komponenten sein, die Microsoft einfach für ihren AI-Model-Router mit integriert hat. Ja, dann eben haben sie hier auch die Strategie im Rahmen eines Intelligence Layers, wo sie gesagt haben, es gibt eben den Kontext, den es gibt, es gibt die Entscheidungen und es gibt entsprechend die Aktionen dahinter. Und eben sehr schön, dass sie sagen, ergänzend zu dem Work IQ gibt es eben dieses Thema Fabric „Copilot“ – und dazu sage ich gleich noch dazu in einem Schaubild, was das ist – und Foundry, eben als die Basis, wo ich die verschiedenen KI-Modelle habe. Und hier war noch mal auch gezeigt, die Möglichkeit, dass ich jetzt hier, was am Anfang sehr rudimentär ging, nur eine Administration von Agents habe, wo ich sehe, welche Agents sind deployed, welche haben vielleicht sogar Sicherheitsrisiken, die ich hier mit dabei habe, welche werden wie genutzt beispielsweise. Hier kann ich dann auch Agents beispielsweise freigeben. Ich kann hier sehen, da gibt es ein Problem irgendwo, das kann ich dann fixen. Und das Schöne ist eben, wenn ich hier sage, ich kann hier auch einen Workflow im Mehrstufigen einbinden, dass nicht jeder Agent einfach erstellt, sondern dass es einfach einen Review-Prozess, einen Freigabeprozess gibt, dass man solche Agents dann rausgibt.

Microsoft Fabric ist ein Meister in Data Engineering, Analytics, Science und KI

Man sieht dann auch, wie die Agents zusammenhängen. Man sieht hier auch, wo gibt es Verknüpfungen zu Agents und wo gibt es eben besonders frequentierte. Ja, dann Microsoft Fabric. Hier auch ein Screenshot aus dem YouTube-Video, das öffentlich verfügbar ist. Das heißt, die Idee von Fabric ist ja, dass sie sagen, ich habe hier eben die gesamten Power-Komponenten von Daten, also Power BI, IQ, Real-Time-Intelligence-Datenbanken. Und die Idee ist einfach, dass sie sagen, ich habe eben einen Data Lake. Es gibt ja immer so diese Welt Data Lake und Data Warehouse. Data Warehouse sind strukturierte Daten, Data Lake sind unstrukturierte Daten. Und hier ist die Idee eben, das Ganze bringt Microsoft mehr und mehr zusammen und sagt, wenn Sie eben auch Datenquellen außerhalb der Microsoft-Welt haben, ist die Idee, so was eben zusammenzubringen, dass ich dann eben alle Tabellen aus X verschiedenen Dingen habe und dann solche Cross-Query-Abfragen eben auf all diesen Systemen machen kann. Also da wird es jetzt sehr technisch, aber ich hoffe, Sie kriegen ein Gefühl dafür, dass Microsoft doch, wie ich finde, eine sehr, sehr gute Strategie hat, dass sie sagt: „Okay, wir erweitern nicht nur die Möglichkeiten des Co-Pilots, sondern wir überlegen eben, was sind denn Dinge, die Wettbewerber eben intelligent machen?

Mit welchen anderen Daten arbeiten denn auch Unternehmen wieder mit dabei? Die arbeiten nicht nur mit Microsoft, sondern es gab bisher schon die Konnektoren. Und die Idee ist aber eben, und das ist auch hier noch mal zum Schluss, wo man noch mal sieht, was sie hier eben haben, so Enrich, Reinvent, Reshape, Bend the Curve. Das heißt, die Idee, dass sie sagen, Konnektoren ist das eine, aber wenn ich das Ganze dann eben intelligent verknüpfe, dann wird es eben zu dem, was wir hier hatten, nämlich zu Work IQ. Und das Ganze eben sehr intelligent. Und da möchte ich gerne den Kreis wieder schließen, eben in dem Sinne, dass ich sage, die Unternehmen, die KI eben nicht nur begreifen als ein Tool, was man mal macht, sondern eben überlegen, wie kann ich strategisch einfach meine Datenbasis auf ein System bringen, wo ich auch unterschiedliche Systeme mit integrieren? Wie kann ich ein Sicherheitskonzept aufsetzen? Wie kann ich integriert in die Office-Applikationen und darüber hinaus eben auch Agents und Apps bauen, die es ermöglichen, zur Frontier-Firma zu werden, die eben Entscheidungen von Menschen treffen lässt, aber das Doing von Computern machen lässt. Ja, in diesem Sinne wünsche ich Ihnen als Entscheiderin und als Entscheider eben eine erfolgreiche Woche.

Fazit

Hoffe, ich konnte Ihnen einfach noch mal ein bisschen Hintergrund dazu geben. Sie wissen, ich bin jemand, der auch programmieren kann, aber ich sage immer, selbst als Führungskraft muss man ein gewisses Level von Verständnis haben. Sie müssen nicht wissen, wie man solche SQL-Abfragen macht, aber wenn Sie sich entscheiden müssen, für oder gegen Microsoft 365 beispielsweise. Ja, ich bin Microsoft-Partner, aber trotzdem, auch wenn ich das nicht wäre, würde ich ganz klar die Empfehlung geben, zu sagen, Microsoft 365, aus meiner Sicht aktuell, die sinnvollste für den Einsatz im Unternehmen. Und wenn ich mir nach vorne angucke, die Entwicklung, die sie in Richtung KI wirklich in großen Schritten tun und das, was ich auch sehe, was ankommt, dann gibt es heute immer noch mal so, ich sage jetzt mal, 90% in der Praxis, wo ich sage, da ist Microsoft richtig, richtig gut. Und bei den 10%, wo Sie manchmal verzweifeln, da halten Sie gerne meine Unterstützung bei dem Thema Beratung, bei dem Thema Einführungsbegleitung, bei dem Thema Trainings. Ich bin jetzt beispielsweise morgen erst wieder in einem Autohaus, wo wir uns eben anschauen, wie heute manuelle Prozesse durch Power Automate und durch KI-Funktionalitäten von Microsoft 365 so verschlanken, dass noch mehr Geschäfte mit der gleichen Mannschaft möglich ist.

Und dann macht Technik Sinn. Ihr Personal-IT-Coach für Führungskräfte, Thorsten Jekel.

Your email address will not be published. Required fields are marked

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}